Borussia Dortmund verlor am Sonntag mit 1-0 gegen Borussia Mönchengladbach in einer schwachen Leistung, die die Fragen zu Kovacs Spielstil und seiner Bereitschaft, junge Spieler in den Kader zu integrieren, verstärkt hat.
Gladbach sicherte sich mit dem Sieg den Bundesliga-Status, während Dortmund -- die weiterhin Zweiter in der Tabelle sind und sich bereits für die Champions League der nächsten Saison qualifiziert haben -- an einem Tag, an dem die Einsätze für die Gastgeber eindeutig viel höher waren, frustriert wirkte.
Laut Ruhr Nachrichten, beabsichtigt die Dortmunder Hierarchie, sich umgehend mit Kovacs Management zu treffen, um Gespräche über eine Verlängerung seines Vertrags über das aktuelle Ablaufdatum im Juni 2027 hinaus zu beginnen. Das Ziel, wie vom Verein beschrieben, ist es, die wachsende Trainerspekulation zu beenden, bevor sie weiter an Fahrt gewinnt.
Bild fügte hinzu, dass Kovac selbst daran interessiert ist, in Dortmund zu bleiben und dass Anfragen aus England -- einschließlich von Manchester United, Chelsea und Tottenham Hotspur -- zu diesem Zeitpunkt nicht in Betracht gezogen werden.
Book, der Sebastian Kehl zu Beginn dieser Saison als Sportdirektor ersetzt hat, war in seiner öffentlichen Positionierung unmissverständlich.
"Wir haben unser Vertrauen in Niko bereits klar zum Ausdruck gebracht. Ich arbeite wirklich, wirklich gerne mit ihm. Ich wurde schon vor dem heutigen Spiel danach gefragt und habe sehr positiv darüber gesprochen. Die Niederlage hat das in keiner Weise verändert."
Kovacs eigene Einschätzung der Niederlage gegen Gladbach war direkt.
"Das war keine gute Leistung. Gladbach war scharf, aggressiv und kämpferisch -- man konnte sehen, wie viel auf dem Spiel stand für sie. Wir konnten diese Intensität nicht erreichen und haben körperlich nicht dagegen gehalten."
Kovac ist seit Februar 2025 im Amt, als er den entlassenen Nuri Sahin ersetzte. In dieser Zeit hat er im Durchschnitt 1,94 Punkte pro Bundesliga-Spiel erzielt, den Verein zurück in die Champions League geführt und in der letzten Saison den DFB-Pokal in den Trophäenschrank hinzugefügt. Zwei hartnäckige Kritiken haben ihn dabei begleitet -- eine Zurückhaltung, Akademiespieler in bedeutenden Minuten einzusetzen, und ein pragmatischer Spielstil, der unter den Anhängern geteilter Meinung ist.
Die Gespräche über eine Vertragsverlängerung, wenn sie beginnen, werden voraussichtlich den Wunsch beider Parteien nach einem langfristigen Projekt widerspiegeln. Dortmund glaubt, dass die Instabilität, die ihre Trainersituation in den letzten Saisons begleitet hat -- vier feste Verpflichtungen in drei Jahren vor Kovac -- schädlich ist, und sie sehen Kontinuität als Grundlage für Fortschritt.