Borussia Dortmund hatte bei Juventus wegen David angefragt, nachdem Konstantelias nach dem Kreuzbandriss, den er bei seinem Bundesliga-Debüt erlitten hatte, für Monate ausfiel, während auch die Zukunft von Fábio Silva im Verein aufgrund seiner wachsenden Frustration über die Spielzeit ungewiss ist.
Como hatte separat Interesse an dem kanadischen Nationalspieler gezeigt, aber Atletico Madrid ist am schnellsten vorangekommen, wobei Fabrizio Romano berichtet, dass eine Leihvereinbarung zwischen dem spanischen Klub und Juventus bereits finalisiert wird.
David wechselte im letzten Sommer ablösefrei von Lille zu Juventus, hatte jedoch eine bescheidene Debütsaison in Turin, in der er in 46 Pflichtspielen acht Tore und fünf Vorlagen erzielte, und war in den letzten Wochen des Transferfensters stark mit einem Abgang von den Bianconeri in Verbindung gebracht worden.
Er erzielte in diesem Jahr bei der Weltmeisterschaft im eigenen Land drei Tore in fünf Einsätzen, eine Form, die kurzzeitig Optimismus in Turin neu entfacht hatte, bevor seine Vereinsform nicht mithalten konnte.
Da David nun nach Madrid und nicht ins Ruhrgebiet wechselt, steht Dortmund vor einem echten Wettlauf, um vor der Frist am Dienstag einen offensiven Ersatz zu finden, nachdem bereits neun verschiedene Kandidaten in Verbindung gebracht wurden, um die Lücke zu füllen, die Konstantelias hinterlassen hat.
Ihre Suche wurde durch Entwicklungen an anderer Stelle weiter kompliziert: Newcastle's Nick Woltemade, der ebenfalls in Betracht gezogen wird, soll stattdessen leihweise zu Juventus wechseln, was eine weitere Option ausschließt, gerade als Dortmunds Bedarf an Verstärkungen dringlicher wird. Da die Zeit knapp wird, steht die Abteilung von Sportdirektor Lars Ricken vor einem komprimierten Zeitrahmen, um eine praktikable Alternative zu finden, bevor der Markt schließt.
Die Kettenreaktion verdeutlicht, wie eng die letzten Tage des Transferfensters über mehrere Ligen hinweg miteinander verbunden sind: Atlético's Wechsel für David ermöglicht es Juventus, Ressourcen auf Woltemade zu konzentrieren, anstatt mit Dortmund um den Kanadier zu konkurrieren, während Dortmund - die erst vor wenigen Tagen signalisiert hatten, dass nach der Verletzung von Konstantelias keine sofortigen Entscheidungen überstürzt werden würden - sich nun gezwungen sehen, schnell zu handeln, da sie effektiv aus zwei separaten Zielen innerhalb eines einzigen Nachmittags gedrängt wurden.
