Bayern Münchens Cheftrainer Vincent Kompany bestätigte die Situation auf seiner Pressekonferenz vor dem Spiel und machte deutlich, dass der Verein in dieser Phase der Saison keine unnötigen Risiken mit dem erfahrenen Torhüter eingehen würde.
"Manuel Neuer trainiert heute nicht; er hat etwas in seinem Fuß gespürt. Daher ist die Frage, wer morgen im Tor stehen wird, sehr schnell beantwortet. In dieser Phase der Saison macht es keinen Sinn, Risiken einzugehen", sagte Kompany.
Die Entscheidung bedeutet, dass Urbig, 23, für das Champions-League-Spiel am Dienstag in Norwegen die Handschuhe anziehen wird. Er hat kürzlich bei seinen Einsätzen für Deutschland beeindruckt und damit seinen Anspruch auf weitere Chancen auf Vereinsebene gestärkt.
Neuer geriet unterdessen nach dem 2:2-Unentschieden von Bayern gegen Augsburg, in dem er einen Fehler machte, in die Kritik. Das Ergebnis schürte die Diskussion darüber, ob der Verein beginnen sollte, sich auf einen Wechsel des Stammtorhüters vorzubereiten.
Bayern-Sportdirektor Max Eberl hat jedoch die Position des Vereins klargestellt: Neuer bleibt die etablierte Nummer eins.
"Manu ist unsere Nummer eins und wird es auch bleiben. Was in der Zukunft passiert, wird sich zeigen", sagte Eberl.
Neuer nähert sich den späteren Phasen seiner Karriere, und die Spekulationen über eine Nachfolge werden voraussichtlich anhalten. Urbigs Leistungen haben ihn zu einem natürlichen Kandidaten gemacht, um irgendwann die Nachfolge anzutreten, wobei die Möglichkeit eines Übergangs in der nächsten Saison besteht, falls Neuer beschließt, zurückzutreten.
Für den Moment wird die unmittelbare Entscheidung jedoch von der Fitness und nicht von einem Wechsel in der Hierarchie des Vereins bestimmt. Kompanies Kommentare deuten darauf hin, dass Bayern nicht bereit ist, das Problem von Neuer vor einer anspruchsvollen Serie von Spielen zu verschärfen.
Urbig wird daher die Gelegenheit haben, seine Einsatzbereitschaft auf europäischer Bühne zu demonstrieren, während sich an Neuers Status als Stammtorhüter von Bayern nichts ändert.
