Football Presse

Corrado Saccone stellt Antonios Contes Zukunft in Frage, während Neapel eine "Wegwerf-Saison" hat.

·Interview von Xhulio Zeneli
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Corrado Saccone stellt Antonios Contes Zukunft in Frage, während Neapel eine "Wegwerf-Saison" hat.

SSNapoli/X.com

Der ehemalige Fitnesscoach von SSC Neapel, Corrado Saccone, ist der Meinung, dass sein alter Verein eine "gescheiterte Saison" durchlebt - und hat Zweifel an der Zukunft von Antonio Conte geäußert.

Im Gespräch mit Football Presse wies Saccone auf Verletzungen und das Management der Arbeitsbelastung als Hauptgründe für die Schwierigkeiten von Napoli hin.

"Napoli hatte in diesem Jahr zu viele Verletzungen", sagte er. "Ich glaube nicht, dass es nur an der physischen Vorbereitung liegt -- vielleicht wurden einige Arbeitsbelastungen von den Spielern nicht richtig verarbeitet.

"Wenn man viele Verletzungen hat, muss das gesamte Team alles überprüfen -- die gelaufenen Meter, die Intensität, die Trainingszeit -- und etwas Neues vorschlagen."

Saccone ist der Meinung, dass die Probleme von Napoli umso frustrierender sind, da die Stärke ihres Kaders offensichtlich ist.

"Sie werfen eine Liga mit einem sehr wettbewerbsfähigen Team weg. Dieses Napoli ist stärker als das letzte Jahr. Sie hätten die Champions League erreichen können -- stattdessen sind sie aus Europa ausgeschieden, aus der Coppa Italia und kämpfen in der Liga."

"Es ist eine gescheiterte Saison. Nicht positiv."

Er stellte auch in Frage, ob Conte die Gruppe, die ihm zur Verfügung steht, optimal nutzt.

"Er macht keinen schlechten Job, aber wenn man seine Ziele nicht erreicht, ist das immer ein Problem.

"Mit diesem Kader hat Antonio Conte vielleicht nicht das Maximum herausgeholt, was er könnte. Er hätte die Spieler mehr verbessern und wichtige Ziele erreichen sollen."

Für die Zukunft deutete Saccone an, dass möglicherweise ein Richtungswechsel nötig ist.

"Nächstes Jahr könnte neue Motivation nötig sein. Vielleicht ist es besser, wenn Conte ein anderes Team findet und Napoli einen Trainer mit einer anderen Philosophie wählt.

"Conte ist bekannt dafür, viel von den Spielern zu verlangen. Wenn die Spieler in einem Jahr zu viel geben, sind sie im nächsten Jahr nicht immer wettbewerbsfähig."

Saccone betonte auch die Bedeutung individueller Fitnessarbeit im modernen Spiel und verwies auf Spieler wie Kevin De Bruyne.

"Man kann nicht jeden Spieler gleich behandeln. Ein Spieler wie Kevin De Bruyne muss anders behandelt werden als ein junger Spieler.

"Als wir Gonzalo Higuaín hatten, gaben wir ihm mehr Ruhe, weil er viele Spiele spielen musste.

"Am Ende der Saison muss das Team alles analysieren. Die Vorbereitung hängt von der Gruppe ab, die man hat -- und wenn man Spieler wechselt, muss man das Training komplett ändern."