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Eltern von zwei Real-Madrid-Spielern rufen Präsident Florentino an, um mehr Spielzeit zu fordern

·Von Paul Lindisfarne
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Die Eltern von zwei nicht namentlich genannten internationalen Spielern von Real Madrid haben sich direkt an den Vereinspräsidenten Florentino Pérez gewandt, um zu fordern, dass ihre Söhne mehr Spielzeit erhalten.

Cadena Cope berichtete am Donnerstag über die Entwicklungen. Die Eltern sollen Pérez in den letzten Wochen wiederholt belästigt haben, wobei auch Cheftrainer Álvaro Arbeloa in den Streit verwickelt wurde. Keiner der Spieler wurde öffentlich benannt.

Die Enthüllung folgt auf die turbulenteste Woche in der jüngeren Geschichte des Vereins. Verteidiger Antonio Rüdiger soll vor zwei Wochen während einer Trainingseinheit den Linksverteidiger Álvaro Carreras geschlagen haben. Am Mittwoch kam es während einer Trainingsübung in Valdebebas zu einem Streit zwischen Mittelfeldspieler Fede Valverde und dem französischen Mittelfeldspieler Aurélien Tchouaméni, der bis in die Kabine anhielt.

Am nächsten Tag folgte eine zweite, schwerwiegendere Konfrontation zwischen denselben beiden Spielern, die dazu führte, dass Valverde mit einer Kopfverletzung ins Krankenhaus gebracht wurde, die er später auf einen versehentlichen Schlag gegen einen Tisch während des Streits zurückführte.

Marca beschrieb den zweiten Vorfall als viel schlimmer als den ersten, wobei Teamkollegen eingreifen mussten, bevor Valverde medizinisch versorgt wurde. Real Madrid bestätigte am Donnerstagabend, dass sie Disziplinarverfahren gegen beide Spieler eingeleitet haben.

In ihrer offiziellen Erklärung sagte der Verein: "Real Madrid CF gibt bekannt, dass es nach den Vorfällen, die heute Morgen während der Trainingseinheit der ersten Mannschaft stattfanden, beschlossen hat, Disziplinarverfahren gegen unsere Spieler Federico Valverde und Aurélien Tchouaméni einzuleiten."

Eine zweite Erklärung bestätigte Valverdes Diagnose.

"Nach den heute durchgeführten Tests an unserem Spieler Fede Valverde durch die medizinischen Dienste von Real Madrid wurde bei ihm ein kraniozephalisches Trauma diagnostiziert. Valverde ist zu Hause in gutem Zustand und muss sich 10 bis 14 Tage ausruhen."

Valverde bestritt später, dass einer der Spieler den anderen geschlagen habe, und bestand darauf, dass die Konfrontation ein hitziger Streit und kein körperlicher Kampf war.

Der französische Stürmer Kylian Mbappé hat in dieser Saison ebenfalls interne Kritik auf sich gezogen, obwohl Details zu seinem spezifischen Anteil an der angespannten Atmosphäre nicht öffentlich bestätigt wurden.

Real liegt in La Liga elf Punkte hinter Barcelona, mit noch vier verbleibenden Spielen. Das Clásico im Bernabéu am Sonntag wird ohne Valverde stattfinden -- und in einer Kabine, die nie mehr zerstritten wirkte.