Der Vorfall folgte einem ersten Zusammenstoß zwischen den beiden Spielern am Mittwoch, der bereits als einer der hitzigsten Auseinandersetzungen beschrieben wurde, die in der Trainingsanlage des Vereins beobachtet wurden. Diese Konfrontation begann mit einem Foul während einer Trainingseinheit, bevor sie in Schubsen und einen Streit in der Kabine eskalierte, der ein Eingreifen der Teamkollegen erforderte.
Marca berichtete, dass der zweite Vorfall am Donnerstag "viel schlimmer" war. Als die Mannschaft an diesem Morgen in Valdebebas ankam, weigerte sich Valverde, Tchouaméni die Hand zu schütteln -- ein Zeichen dafür, dass über Nacht nichts geklärt worden war. Die anschließende Trainingseinheit wurde als feindselig beschrieben, und es brach ein Kampf aus, der erneut ein Eingreifen der Teamkollegen erforderte. Diesmal bekam Valverde einen heftigen Schlag ab und wurde ins Krankenhaus gebracht, begleitet von Cheftrainer Álvaro Arbeloa, wo er genäht wurde.
In einem beispiellosen Schritt durfte nach der Einheit kein Spieler das Trainingsgelände verlassen. Der CEO des Vereins, José Ángel Sánchez, war bei einem Krisennotfallmeeting in der Kabine anwesend, an dem die gesamte Mannschaft teilnahm. Ziel war es, die Spannungen einzudämmen, bevor sie sich weiter ausbreiteten. Ob dies gelungen ist, ist noch unklar.
Der Vorfall steht nicht allein. Anfang dieser Woche wurde berichtet, dass Verteidiger Antonio Rüdiger den Linksverteidiger Álvaro Carreras während einer Trainingseinheit geschlagen hat. Carreras räumte in den sozialen Medien ein, dass es einen Vorfall mit einem Teamkollegen gegeben hatte, ohne dies zu leugnen.
Mittelfeldspieler Dani Ceballos wurde zu Beginn der Saison ebenfalls nach einem Streit mit Arbeloa aus dem Verkehr gezogen. Berichten zufolge sind derzeit bis zu sechs Spieler im Kader nicht mit dem Cheftrainer im Gespräch.
Real Madrid liegt in La Liga elf Punkte hinter Barcelona, mit noch vier verbleibenden Spielen. Barcelona kann den Titel am Sonntag gewinnen, wenn sie im Clásico im Camp Nou eine Niederlage vermeiden.
Sanktionen gegen Valverde und Tchouaméni werden in Erwägung gezogen. Beide stehen derzeit zur Auswahl -- obwohl eine Vereinsstrafe dies vor dem Wochenende ändern könnte.
Real Madrid war vor zwei Jahren Europameister. Der Abstand zwischen diesem Kader und dem aktuellen, in Bezug auf Zusammenhalt und Teamgeist, war noch nie so groß.
