Stattdessen sagt Meluso, dass es die Folge jahrelanger schlechter Planung ist und warnt die Fußballbehörden des Landes, dass kosmetische Änderungen ein strukturelles Problem nicht lösen werden.
Meluso gibt zu, dass er seit fast zwei Jahrzehnten dasselbe Argument vorbringt.
Der ehemalige Sportdirektor von Napoli, Lecce und Spezia glaubt, dass der italienische Fußball seit Jahren Warnsignale ignoriert hat, wobei der Rückgang der Nationalmannschaft tiefere Probleme im gesamten Profifußball widerspiegelt.
Im Gespräch mit Football Presse, bestand Meluso darauf, dass die Zukunft Italiens von mutigen Entscheidungen abhängt und nicht von kurzfristigen Lösungen.
"Die Zukunft des italienischen Fußballs hängt von den Entscheidungen ab, die getroffen werden", sagte Meluso. "Die Serie A befindet sich im Rückgang. Es gibt zu viele ausländische Spieler.
"Die Zukunft des italienischen Fußballs wird sehr stark von den Entscheidungen abhängen, die der neue Verbandspräsident trifft. Die heute angewandten Politiken werden sich in unserem Meisterschaft und im gesamten Bewegung widerspiegeln."
Italiens Abwesenheit von drei aufeinanderfolgenden Weltmeisterschaften hat wiederholt Debatten über Coaching, Spielerentwicklung und den Standard der Serie A ausgelöst. Meluso glaubt, dass diese Diskussionen oft das zentrale Problem verfehlen.
Anstatt einzelne Trainer oder Generationen von Spielern zu beschuldigen, argumentiert er, dass die Grundlagen des italienischen Fußballs seit Jahren vernachlässigt werden.
"Es besteht die Notwendigkeit, neue Politiken und neue Regeln einzuführen, weil der Fußball sie braucht", erklärte er.
"Ich spreche seit Jahren über Maßnahmen, die vor 20 Jahren hätten eingeführt werden sollen und deren Vorteile wir vielleicht heute sehen würden.
"Tatsächlich haben wir die Qualifikation für die Weltmeisterschaft dreimal hintereinander verpasst, wegen Politiken, die der Verband nie umgesetzt hat."
Meluso fordert keine Einschränkungen für ausländische Spieler, die in die Serie A eintreten. Stattdessen möchte er Vorschriften, die die Vereine zwingen, weiterhin in italienisches Talent auf allen Ebenen der professionellen Pyramide zu investieren.
Er glaubt, dass das aktuelle System die Vereine dazu ermutigt, im Ausland nach Spielern zu suchen, anstatt Talente im eigenen Land zu entwickeln.
"Die Leute missverstehen diese Diskussion", sagte er. "Ich würde nicht verhindern, dass Vereine ausländische Spieler verpflichten.
"Tatsächlich würde ich es den Vereinen erlauben, so viele Nicht-EU-Spieler zu verpflichten, wie sie wollen.
"Aber jeder Profiverein, von den Jugendmannschaften bis zur ersten Mannschaft, sollte jedes Wochenende sechs, sieben oder acht italienische Spieler im Kader haben.
"Das diskriminiert niemanden und verstößt nicht gegen die Gesetze der Freizügigkeit.
"Es bedeutet einfach, dass die Vereine in italienische Spieler und italienische Akademien investieren müssten."
Für Meluso geht es bei dem Vorschlag darum, Chancen zu schaffen, anstatt Türen zu schließen.
Er argumentiert, dass, wenn die Vereine verpflichtet wären, mehr italienische Spieler in ihren Spieltagskadern zu haben, sie natürlicherweise stärker in die Jugendentwicklung investieren würden, anstatt sich auf Rekrutierung aus dem Ausland zu verlassen.
Das würde, glaubt er, jede Ebene der Nationalmannschaftsstruktur stärken.
"Es hätte allen unseren Nationalmannschaften zugutegekommen", sagte er. "Es hätte die Entwicklung unserer jungen Spieler gefördert."
Meluso befürchtet, dass Italien von der Produktion elitärer Angreifer abgedriftet ist, die einst Generationen von Azzurri-Erfolg definierten.
Er verweist auf einige der größten Stürmer und Spielmacher des Landes als Beweis, dass Talent immer noch einer sorgfältigen Entwicklung bedarf.
"Heute erscheinen die Giordanos, die Altobellis, die Inzaghis, Del Piero, Baggio und Totti nicht mehr", sagte er.
"Aber vor allem erscheinen sie nicht, weil sie nicht entwickelt werden."
Der erfahrene Sportdirektor weist die Idee zurück, dass herausragende Fußballer einfach ohne Anleitung entstehen.
Stattdessen glaubt er, dass die Coaching-Standards und die Entwicklungsstrukturen versagt haben, das natürliche Talent junger Spieler zu maximieren.
"Es gab nur einen Diego Maradona", fuhr er fort. "Er hätte sein Talent sowieso gezeigt, selbst wenn er nicht trainiert hätte.
"Die anderen, sogar Totti und Baggio, hatten außergewöhnliches Talent, aber sie wurden richtig trainiert und dieses Talent wurde gefördert.
"Wir müssen dahin zurückkehren."
Diese Kommentare spiegeln Melusos eigene Karriere wider.
Bevor er bei Vereinen wie Lecce, Spezia und Napoli arbeitete, baute er sich einen Ruf auf, indem er unterbewertete Spieler identifizierte und Kader zusammenstellte, die in der Lage waren, die Erwartungen mit begrenzten Budgets zu übertreffen.
Er hat häufig argumentiert, dass intelligente Rekrutierung die Jugendentwicklung ergänzen sollte, anstatt sie zu ersetzen.
Meluso glaubt, dass der italienische Fußball zu reaktiv geworden ist und sofortige Lösungen verfolgt, anstatt langfristige Planungen umzusetzen.
Für ihn sind Qualifikationsfehler Symptome und nicht die Krankheit selbst.
Allein das Wechseln von Trainern wird den Trend nicht umkehren, wenn der Entwicklungsweg unverändert bleibt.
"Wir müssen Methoden verwenden, die professionelle Vereine ermutigen, viel mehr in italienische Spieler zu investieren, anstatt ständig im Ausland zu suchen", sagte er.
"Es ist eine Wahl.
"Die Zukunft des italienischen Fußballs hängt von den Entscheidungen ab, die wir heute treffen."
Für Meluso sollte Italiens letzte Enttäuschung bei der Weltmeisterschaft nicht einfach eine weitere Trainerdebatte auslösen.
Es sollte der Moment sein, in dem der italienische Fußball endlich die strukturellen Entscheidungen konfrontiert, die er viel zu lange aufgeschoben hat.
