Der Deutsche Fußball-Bund, der DFB, hat schnell nach einem Nachfolger gesucht und sich an Jürgen Klopp gewandt, der derzeit bis 2029 bei Red Bull als globaler Fußballchef unter Vertrag steht.
Der ehemalige Liverpool-Trainer hat deutlich gemacht, dass er sich für das Projekt interessiert, und der DFB bestätigte die Gespräche mit Klopp im gleichen Moment, als er Nagelsmanns Abgang ankündigte.
Sky Deutschland ist inzwischen weiter gegangen und berichtet, dass bereits eine grundsätzliche Einigung zwischen Klopp und dem Verband erzielt wurde.
Klopp selbst bestätigte die Gespräche öffentlich, während er als Experte für Magenta TV während des Turniers arbeitete.
"Ja, ich kann die Gespräche bestätigen", sagte Klopp, bevor er betonte, dass auch Gespräche mit seinem aktuellen Arbeitgeber stattfinden müssten.
Obwohl die Ernennung in eine Richtung zu gehen scheint, wird sie innerhalb von Red Bull keineswegs einstimmig begrüßt.
Laut Sky Sports ist die österreichische Gruppe besonders frustriert über die öffentliche Bestätigung der Gespräche durch den DFB, bevor eine Einigung mit Klopps Arbeitgeber erzielt wurde, ein Schritt, der Führungskräfte irritiert hat, die den Deutschen als zentrale Figur in ihrem langfristigen Fußballprojekt sahen.
Sky Sports berichtet auch, dass die Aktionäre von Red Bull nun finanzielle Entschädigung verlangen, bevor sie zustimmen, Klopp aus seinem Vertrag zu entlassen.
Diese Anfrage ist alles andere als trivial, da der DFB zuvor noch nie eine Entschädigung gezahlt hat, um einen Nationaltrainer zu verpflichten.
DFB-Präsident Bernd Neuendorf leitet die Verhandlungen mit der österreichischen Gruppe, um einen gemeinsamen Nenner zu finden und zu verhindern, dass sich die Situation hinzieht.
Ein erstes Treffen ist für nächste Woche in New York angesetzt, an dem eine DFB-Delegation, Klopp und sein Agent Marc Kosicke teilnehmen, wobei möglicherweise auch Vertreter von Red Bull anwesend sein werden, um die Angelegenheit zu klären.
Eine Sache scheint bereits geklärt: Klopp hat seinen Wunsch bestätigt, Deutschlands nächster Bundestrainer zu werden, und sagt, dass er bereit ist, nach zwei Jahren nach seinem Abschied von Liverpool an die Seitenlinie zurückzukehren.
Ob der DFB Red Bull überzeugen kann, ihn freizugeben, und ob er bereit sein wird, die geforderte Entschädigung zu zahlen, bleibt abzuwarten.
