Italien schied letzte Woche aus den Playoffs zur WM 2026 aus und verlor im Elfmeterschießen 4-1 gegen Bosnien und Herzegowina in Zenica, nachdem das Spiel 1-1 endete. Moise Kean brachte die Azzurri in Führung, doch die Rote Karte für Alessandro Bastoni vor der Halbzeit erwies sich als entscheidend, und Italiens Probleme im Elfmeterschießen setzten sich fort, da Pio Esposito und Bryan Cristante beide nicht verwandelten.
Die Folgen waren schnell und brutal. FIGC-Präsident Gabriele Gravina trat zurück, gefolgt von dem legendären Torhüter und Delegationsleiter Gianluigi Buffon. Trainer Gennaro Gattuso, der ehemalige Mittelfeldspieler von AC Milan und Napoli, der vor neun Monaten das Amt übernommen hatte, hat ebenfalls seinen Posten verlassen.
Eine Präsidentschaftswahl des Verbands ist für den 22. Juni angesetzt, wobei der ehemalige AC Milan- und Italien-Verteidiger Paolo Maldini als potenzieller Kandidat für die Nachfolge von Gravina aufgetaucht ist.
Auf der Trainerfront hat Conte -- der die Azzurri zwischen 2014 und 2016 leitete, bevor er Inter Mailand, Chelsea und jetzt Napoli zu Meistertiteln führte -- anerkannt, dass sein Name im Gespräch ist.
"Ich weiß, dass mein Name auf dieser Liste steht, und wenn ich FIGC-Präsident wäre, würde ich mich unter den Kandidaten sehen," sagte der Napoli-Trainer. "Für dein Land zu repräsentieren, ist etwas Außergewöhnliches. Ich habe bereits mit der Nationalmannschaft gearbeitet und kenne das Umfeld."
Conte sprach auch über seine Zukunft bei Napoli, wo er noch ein Jahr auf seinem Vertrag hat. "Am Ende der Saison werde ich mich mit dem Präsidenten zusammensetzen, um zu diskutieren," sagte er.
Massimiliano Allegri, derzeit bei AC Milan, ist ebenfalls im Rennen um die Rolle.