Der brasilianische Flügelspieler erlitt zu Beginn dieser Saison einen schweren Riss des hinteren Oberschenkelmuskels und ist seitdem abwesend. Die medizinischen Mitarbeiter von Chelsea haben konsequent eine Operation als den sichersten langfristigen Weg bevorzugt, insbesondere angesichts der Anzahl an Muskelverletzungen, die Estêvão bereits in seiner Debütsaison in England angesammelt hat.
Der Verein sieht ihn als zentral für ihr langfristiges Projekt und ist nicht bereit, in dieser Phase seiner Entwicklung Risiken mit wiederkehrenden Verletzungen einzugehen.
Estêvão und sein Umfeld haben durchgehend eine ebenso feste Position eingenommen. Laut Globo Esporte glauben sie weiterhin, dass konservative Behandlung der richtige Weg ist, und sind gegen eine Operation.
Was sich geändert hat, ist der Kontext. Als die Debatte erstmals aufkam, konnte Estêvãos Lager die Weltmeisterschaft als Grund anführen, um eine Operation zu vermeiden -- ein Eingriff, der ihn wahrscheinlich von den Vorbereitungen Brasiliens für das Turnier ausschließen würde. Cheftrainer Carlo Ancelotti ließ ihn anschließend vollständig aus dem vorläufigen Kader, was dieses Argument irrelevant machte.
Doch die Meinungsverschiedenheit hat sich nicht verschoben. Chelsea und die Vertreter des Spielers stehen weiterhin auf gegenüberliegenden Seiten derselben Frage, was darauf hindeutet, dass dies ein echtes Missverständnis in der medizinischen Philosophie ist und nicht eine taktische Position, die durch das Turnier getrieben wird.
Chelsea wird verstanden, die Situation genau zu beobachten und im Dialog mit Estêvãos Lager zu bleiben. Der Verein hat das Thema nicht erzwungen, aber ihre Präferenz für eine Operation hat sich ebenfalls nicht abgeschwächt. Eine Lösung wird wahrscheinlich vor Beginn der Vorbereitung auf die Saison benötigt, wenn der Stürmer einen Teil von Xabi Alonsos erster Kampagne spielen soll.