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Cassano greift Allegri nach Milans Niederlage gegen Napoli an

·By Junior Yekini
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Antonio Cassano hat einen seiner heftigsten Angriffe auf Massimiliano Allegri gestartet und dabei die 0:1-Niederlage des AC Milan gegen Napoli am Montagabend als neuesten Auslöser für seine langanhaltende Kritik genutzt.

Im Viva El Futbol-Podcast sprach der ehemalige Stürmer charakteristisch schonungslos.

"

Allegri ist der Haupttrainer, nicht der Manager. Er führt unseren Fußball in den Abgrund."

Er erweiterte dann die Schuld über Allegri selbst hinaus.

"Das ist das Desaster, das Allegri und seine Schmeichler in den letzten zehn Jahren geschaffen haben. Er weiß nicht, wie man trainiert, er redet Unsinn, er verdient weiterhin so viel Geld und ich verstehe nicht, warum."

Der Hintergrund ist eine entscheidende Woche für Mailand. Der späte Volley von Matteo Politano im Stadio Diego Armando Maradona verurteilte die Rossoneri zu einer zweiten aufeinanderfolgenden Auswärtsniederlage ohne Torerfolg, wodurch sie neun Punkte hinter den Tabellenführern Inter zurückfallen und nun von Napoli in der Tabelle überholt wurden.

Allegri hatte das Spiel mit Resignation statt mit Feuer angesprochen.

"Der Scudetto-Rennen ist jetzt nichts für uns," gab der Mailänder Trainer nach dem Spiel zu. "Es war ein Spiel mit wenigen Torchancen -- wer die Gelegenheit nutzte, würde gewinnen."

Für Cassano ist diese Art von gemessenem Defätismus genau das Problem.

"Mailand war gegen Napoli ein Desaster und er sagt 'im schlimmsten Fall spielen wir 0-0'."

Er hörte dort nicht auf.

"Solange ich spreche, werde ich gegen diese Leute kämpfen. Sie müssen verschwinden. Die Zeit wird kommen, wenn diese Charaktere aus dem Fußball verschwinden -- je früher sie gehen, desto besser wird unser Fußball sein."

Mit sieben verbleibenden Serie A-Spielen steht Mailand mit 63 Punkten auf dem dritten Platz, fünf Punkte vor dem viertplatzierten Como. Die Champions-League-Qualifikation bleibt das realistische Ziel -- obwohl der Druck von unten steigt, ist selbst das noch nicht gesichert.

Cassano hat für sich klargemacht, dass er nicht still zuschauen wird.