Yurttas behauptet, dass der 37-Jährige hinter den Kulissen als Kandidat für die Position diskutiert wurde. Vom Verband oder von Özils Vertretern gab es keine Bestätigung, und der Bericht sollte aufgrund seiner einseitigen Quelle mit Vorsicht betrachtet werden.
Özil ist derzeit Minderheits-Mitbesitzer des mexikanischen Zweitligaclubs Necaxa und hat keine aktive Beteiligung am Profifußball. Er trat 2023 nach Stationen bei Fenerbahçe und Istanbul Başakşehir zurück, nachdem er eine Karriere hatte, die Real Madrid, Arsenal, Werder Bremen und Schalke umfasste.
Seine Verbindung zum türkischen Fußball ist tief, aber kompliziert. Geboren in Gelsenkirchen von türkischen Eltern, vertrat er Deutschland auf Seniorenebene und war Teil des Kaders, der 2014 die Weltmeisterschaft in Brasilien gewann.
Er trat 2018 aus der deutschen Nationalmannschaft zurück und nannte Rassismus und mangelnde Unterstützung des Deutschen Fußball-Bundes nach einer Kontroverse über seine Entscheidung, sich mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan fotografieren zu lassen. Die Episode verlieh ihm eine starke symbolische Resonanz in der Türkei, die über seine Spielerkarriere hinausging.
Özil absolvierte 92 Einsätze für Deutschland und erzielte 23 internationale Tore. Bei Arsenal gewann er drei FA Cups und spielte acht Saisons im Emirates. Seine statistisch am meisten gefeierte Saison war 2015-16, als er in einer einzigen Saison 19 Vorlagen in der Premier League verzeichnete.
Eine Rolle in der Fußballverwaltung würde einen signifikanten Richtungswechsel darstellen. Ob das Interesse echt ist oder ob Özil selbst eine Neigung dazu hat, bleibt zu diesem Zeitpunkt unklar.
Der Türkische Fußballverband hat in den letzten Jahren Turbulenzen erlebt. Der letzte gewählte Präsident des Verbands, Ibrahim Haciosmanoglu, trat 2023 sein Amt an, hat jedoch weiterhin über Kontroversen in Bezug auf Schiedsrichterstandards und die Finanzierung von Vereinen geherrscht.
Einen hochkarätigen ehemaligen Spieler mit Bekanntheit in ganz Europa und der Türkei zu gewinnen, würde einen Wechsel in der Herangehensweise sowohl inhaltlich als auch optisch darstellen.