Steur hat einen Fünfjahresvertrag im St James' Park unterschrieben, der bis 2031 läuft, wobei Newcastle United Ajax zunächst 24 Millionen Euro sowie weitere 3 Millionen Euro an Boni zahlt. Er wechselte innerhalb von Tagen nach Tyneside, nachdem er bereits seine medizinische Untersuchung abgeschlossen hatte.
Technischer Direktor Jordi Cruyff sprach in einem Interview mit de Volkskrant über den Abgang und machte deutlich, dass er wenig Geduld für Spieler und deren Entourage hat, die auf garantierte Spielzeit drängen.
Auf die Frage nach dem Scheitern der Vertragsgespräche war Cruyff deutlich: "Der Rasen entscheidet, ob jemand spielt."
Laut der Zeitung war dieses Urteil direkt an Steurs Umfeld gerichtet und nicht an Steur selbst, was frühere Berichte von Sky Sports und De Telegraaf bestätigte, dass der Mittelfeldspieler einen garantierten Stammplatz bei Ajax wollte, den der Verein ihm nicht versprechen konnte.
Steur absolvierte 26 Einsätze für die erste Mannschaft von Ajax und erzielte einmal ein Tor, im 1:1-Unentschieden gegen Feyenoord in De Klassieker im März. Er wird nun versuchen, die Lücke zu füllen, die Sandro Tonali hinterlassen hat, der für bis zu 100 Millionen Pfund zu Tottenham Hotspur gewechselt ist, und wird zusammen mit dem ehemaligen Ajax-Akademieprodukt Sven Botman bei Newcastle auflaufen.
Steur schlug einen wärmeren Ton bei seinem eigenen Abgang an und sagte über die offiziellen Kanäle von Newcastle: "Ich war zu Hause bei Ajax - ich bin dort hingekommen, als ich sieben war, und ich gehe mit nur guten Erinnerungen, aber wenn ein Verein wie Newcastle für dich kommt, ist es wirklich schwer, nein zu sagen."
Zurück in den Niederlanden nutzte Kolumnist Henk Spaan seine regelmäßige Kolumne in Het Parool, um sowohl Steurs Ajax-Rekord als auch seinen Vater, Johan, ins Visier zu nehmen. Spaan verwies auf Steurs zugrunde liegende Zahlen: 40 Einsätze für Jong Ajax, die ein Tor und vier Vorlagen einbrachten, sowie 20 Einsätze in der Eredivisie, die ein Tor und eine Vorlage einbrachten.
"Verfolgt er die Gegner zurück? Manchmal ja, manchmal nein," schrieb er und stellte Steurs defensive Beiträge und Passspiel in Frage.
Spaan reservierte seine schärfsten Worte für Johan Steur und schrieb, dass der Vater keine beliebte Figur im Trainingskomplex De Toekomst von Ajax sei, wobei das Personal dort angeblich abschaltete, wenn er ankam.
"Cruyffs Sohn ist nicht Gott, aber Vater Steur ist nicht einmal ein Apostel," schloss Spaan.
