Die offizielle Erklärung von Lazio war kurz. "S.S. Lazio gibt bekannt, dass eine einvernehmliche Vereinbarung zur Beendigung der Verträge von Cheftrainer Maurizio Sarri und seinem Trainerteam getroffen wurde. Der Verein möchte dem Trainer und seinem Team für ihre Professionalität danken und wünscht ihnen viel Erfolg bei ihren zukünftigen Vorhaben."
Der Verein veröffentlichte ein Video auf X mit der Bildunterschrift: "Grazie di tutto, Comandante."
Sarri, 67, kehrte letzten Sommer zu Lazio zurück, nachdem er zuvor von 2021 bis 2024 dort war, wo er den Verein auf den zweiten Platz in der Serie A führte - das beste Ligaergebnis seit dem Gewinn des Titels im Jahr 2000. Diese Amtszeit endete mit einem Rücktritt zur Mitte der Saison im März 2024, begleitet von Spannungen im Kabin und schwacher Form, wobei sich die Beziehung zwischen Sarri und Präsident Claudio Lotito erheblich verschlechtert hatte.
Seine zweite Amtszeit war noch schwieriger. Der Verein verlor in jedem Transferfenster Schlüsselspieler, hatte mit einem Transferverbot zu kämpfen und sah, wie Fangruppen Stadionboykotte als Protest gegen die Richtung des Vereins organisierten. Ein öffentlicher Wortkrieg zwischen Sarri und Lotito spielte sich während der gesamten Saison in den italienischen Medien ab.
Fabrizio Romano bestätigte am Mittwoch, dass Sarri sich mit Atalanta auf Bedingungen geeinigt hat, wo er Raffaele Palladino ersetzen wird. Palladino, der letzten November nach der Entlassung von Ivan Jurić zum Bergamo-Verein kam, wird nicht retained.
Gennaro Gattuso, 48, wird Sarris Nachfolger bei Lazio. Romano bestätigte, dass die Verpflichtung auf einem Zweijahresvertrag basiert. Gattuso war ohne Verein, seit er als Trainer der italienischen Nationalmannschaft zurückgetreten ist, nachdem die Azzurri sich nicht für die Weltmeisterschaft qualifiziert hatten - ihre dritte aufeinanderfolgende Abwesenheit vom Turnier. Zuvor trainierte er AC Milan, Napoli, Fiorentina und Marseille als Cheftrainer.
Lazio wird nächste Saison keinen europäischen Fußball spielen, nachdem sie den neunten Platz belegt haben - außerhalb der Top sieben in der Serie A, die einen Platz in der kontinentalen Konkurrenz garantiert hätten.
Sarri geht zu Atalanta und kennt die Aufgabe. Er hat noch nie einen Ligatitel in Italien gewonnen, obwohl er mehrfach knapp dran war, sowohl bei Napoli als auch bei Lazio. Bergamo gibt ihm eine letzte Chance.
