Im Gespräch mit EFE, sagte der 37-jährige Geschäftsmann und Herausforderer des amtierenden Präsidenten Florentino Pérez: "Die Schiedsrichterentscheidungen haben Real Madrid ohne Zweifel geschadet. Mit mir als Präsident würde es Barcelona deutlich mehr kosten zu gewinnen als jetzt."
Riquelme, dessen Kandidatur letzte Woche vom Wahlvorstand des Vereins ratifiziert wurde, skizzierte auch, wie er interne Mannschaftsprobleme angehen würde -- ein Thema, das in den letzten Saisons am Bernabéu erhebliches Aufsehen erregt hat. Seine Antwort war strukturell und nicht interventionistisch.
"Wenn es eine Struktur gibt, reicht es aus, einmal in die Kabine zu gehen," sagte er.
Auf sportlicher Seite bestätigte er, dass sein Projekt einen Sportdirektor und einen Cheftrainer mit echter Autorität umfassen wird. Er beschrieb sein bevorzugtes Managementprofil als jemanden mit "Hierarchie" -- keine kurzfristige Ernennung oder ein Experiment. Er lehnte es ab, den Kandidaten öffentlich zu benennen und versprach, sein Sportprojekt ab diesem Sonntag vorzustellen.
Riquelme versprach auch, das Frauenteam zu stärken, und sagte, dass jeder Verein, der sich entscheidet, wettbewerbsfähig zu sein, dies ordnungsgemäß tun muss. Er äußerte Vertrauen, die Wahl zu gewinnen, und sagte den Reportern, dass er sich "zu 100 Prozent" auf sich selbst verlässt.
Er verfolgt seine Identität als Madridista bis in die Kindheit zurück -- speziell bis zu dem Moment, als er durch einen Flughafen rannte, um Predrag Mijatović und Davor Šuker zu sehen. Jetzt, 37 Jahre alt, bittet er die 100.000 Mitglieder des Vereins, für eine neue Generation von Führung zu stimmen.
Die Wahl am 7. Juni wird die erste umstrittene Präsidentschaftswahl bei Real Madrid seit 20 Jahren sein. Pérez hat die Präsidentschaft seit 2000 inne, mit nur einer dreijährigen Abwesenheit zwischen 2006 und 2009, und wurde bei jeder nachfolgenden Wahl ohne Gegenkandidaten wiedergewählt.
Ob Riquelmes Kombination aus institutioneller Kritik und strukturellen Versprechen genügend Mitglieder überzeugen kann, für den Wandel zu stimmen, wird sich in den nächsten Tagen zeigen.
