Riquelme, der 37-jährige in Alicante geborene Geschäftsmann, der Pérez für die Präsidentschaft von Real Madrid herausfordert, hat Kontakt mit dem Umfeld von Klopp aufgenommen, um ein glaubwürdiges Sportprojekt aufzubauen - wobei der deutsche Trainer als zentraler Bestandteil einer rivalisierenden Vision identifiziert wurde, die den socios von Madrid präsentiert werden soll.
El Confidencial berichtete zuerst über den Kontakt. Klopp hat nicht formell geantwortet, und ein Großteil des Grundes ist, dass Riquelmes Kandidatur offiziell nicht existierte, bis Pérez diese Woche Neuwahlen ausrief - ein Schritt, der weithin als darauf ausgelegt angesehen wird, jedem Rivalen die Zeit zu verwehren, um eine ordentliche Kampagne zu starten.
Die Frist für die Einreichung von Kandidaturen läuft vom 14. Mai bis zum 23. Mai. Um die Anforderungen zu erfüllen, muss Riquelme etwa 187 Millionen Euro an finanziellen Garantien sammeln und 22 Jahre ununterbrochene Mitgliedschaft im Verein nachweisen. Er ist seit über 20 Jahren ein socio.
Die finanzielle Garantie ist sein primäres Hindernis - obwohl sein geschätztes Vermögen von 450 Millionen Euro, das er durch das Unternehmen für erneuerbare Energien Cox Energy und dessen zugehörige Infrastrukturprojekte in Mexiko und Lateinamerika aufgebaut hat, darauf hindeutet, dass die Hürde zumindest theoretisch überwindbar ist.
Der Kontrast zu Pérez' Projekt könnte nicht deutlicher sein. Während Pérez Mourinho will - einen strengen Disziplinar, um Autorität wiederherzustellen - basiert Riquelmes Ansatz auf Klopps Marke kollektiver Intensität, emotionaler Verbindung zu den Anhängern und offensivem Fußball. Die beiden Philosophien repräsentieren eine echte Weggabelung darin, welche Art von Verein Real Madrid in diesem nächsten Zyklus sein möchte.
Iker Casillas, der während seiner ersten Amtszeit heftig mit Mourinho aneinandergeriet, hat öffentlich Riquelmes Kandidatur unterstützt - eine bedeutende symbolische Unterstützung angesichts seines Ansehens unter den Anhängern des Vereins.
Riquelme sagte öffentlich: "Ich habe immense Achtung vor Herrn Pérez. Er ist vielleicht der beste Präsident in der Geschichte des Vereins. Es gibt jedoch Zyklen, und Real Madrid ist im Moment nicht in seiner besten Verfassung."
Ob Riquelme die finanziellen und logistischen Hürden in den verbleibenden Tagen überwinden kann, bleibt abzuwarten. Die Chancen stehen stark zugunsten von Pérez.
