Football Presse

Riera platzt vor Wut über Presseberichte zu Burkardt, während Frankfurt sich auf Hamburg vorbereitet

·Von Paul Lindisfarne
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Eintracht Frankfurt Trainer Albert Riera hat am Freitag eine wütende öffentliche Rüge gegen die deutsche Medienlandschaft ausgesprochen und Berichte über einen Streit mit Stürmer Jonathan Burkardt als Lügen bezeichnet. Er forderte die Journalisten auf, damit aufzuhören, was er als Gift bezeichnete, zu verbreiten.

Der Auslöser kam bei Rieras Pressekonferenz vor dem Bundesliga-Heimspiel am Samstag gegen den Hamburger SV, nachdem Bild am Donnerstag berichtete, dass der spanische Trainer mit dem Körperfettanteil von Burkardt unzufrieden gewesen sei -- und seine Bedenken über den Assistenztrainer Jan Fießer kommuniziert habe, anstatt direkt mit dem 25-jährigen Stürmer zu sprechen.

Laut dem Bericht war Burkardt sowohl von der Kritik selbst als auch von der Art und Weise, wie sie überbracht wurde, irritiert, was ihn dazu brachte, seinen Agenten zu kontaktieren, der die Angelegenheit mit Sportdirektor Markus Krösche besprach. Krösche sprach dann mit Riera, nach dem der Trainer Berichten zufolge Burkardt im Vorbeigehen konfrontierte.

Riera bestritt die Darstellung der Ereignisse in explosiven Begriffen.

"Das ist totaler Bullshit. Das ist keine Bar oder ein Zirkus. Es ist ein sehr ernsthafter, professioneller Fußballverein. Ihr Journalisten sprecht mit Agenten -- ich weiß nicht, was dort vor sich geht. Aber ihr habt ein vergiftetes Umfeld. Die Informationen, die ihr gebt -- gebt zumindest die richtigen Informationen. Keine Lügen."

Er bestand darauf, dass die Beziehung zu seinem Kader intakt ist und dass seine Entscheidung, Burkardt kürzlich auf die Bank zu setzen -- der Stürmer saß 88 Minuten auf der Bank beim 1:1-Unentschieden in Augsburg -- eine taktische Wahl war, die die Reaktion hervorbrachte, die er suchte.

"Als er auf der Bank saß, trainierte er am nächsten Tag wie verrückt. Ich sagte zu ihm: das ist es, was ich wollte. Eine Reaktion. Jonny zeigte eine fantastische Reaktion. Wir haben keine Probleme oder Schwierigkeiten in diesem Gebäude. Wir haben eine fantastische Beziehung zueinander."

Er schloss mit einer direkten Botschaft an die Berichterstatter über die Situation ab.

"Dinge zu schreiben ist eure Aufgabe, aber ich werde Lügen nicht akzeptieren. Ich bin keine Marionette. Ich bin ein Trainer und ich fordere Respekt. Die Fans verdienen es, die Wahrheit zu hören."

Riera erkannte jedoch an, dass ein Vorfall mit Burkardt stattgefunden hatte -- obwohl er die Episode fest in der Vergangenheit verankerte und sie als gelöst charakterisierte. Das Eingeständnis, dass überhaupt etwas passiert ist, widerspricht der Gesamtheit seiner Ablehnung, und die Atmosphäre rund um den Verein bleibt angespannt vor dem Ende einer schwierigen Bundesliga-Saison.

Eintracht Frankfurt steht auf dem siebten Platz und strebt einen europäischen Qualifikationsplatz mit noch drei verbleibenden Spielen an.