Football Presse

Mourinhos Deal mit Real Madrid wird teuer, da die Klausel von Benfica heute abläuft

·Von Paul Lindisfarne
Teilen
Mourinhos Deal mit Real Madrid wird teuer, da die Klausel von Benfica heute abläuft

Benfica/X.com

Die Zeit lief heute für Real Madrid ab -- und das wird sie etwas kosten.

Eine Klausel im Vertrag von José Mourinho bei Benfica, die es beiden Parteien erlaubte, die Vereinbarung innerhalb von zehn Tagen nach dem letzten Spiel des Vereins in der Saison zu kündigen, lief am Dienstag, den 26. Mai, um Mitternacht aus. Die Ablösesumme, die in diesem Zeitraum verfügbar war, betrug 3 Millionen Euro netto -- grob 7 Millionen Euro brutto, wenn Steuern und damit verbundene Kosten berücksichtigt werden.

Mit Ablauf der Frist steigt Benficas Preisvorstellung für Mourinho auf 15 Millionen Euro. Die Präsidentschaftswahlen von Real Madrid, die noch andauern, während Florentino Pérez eine Herausforderung von Enrique Riquelme gegenübersteht, verhinderten den formalen Abschluss eines Deals, dem sowohl der Verein als auch der Trainer verbal zugestimmt hatten.

Die Klausel existierte aus Gründen, die nichts mit Real Madrid zu tun hatten.

Als Mourinho im September 2025 zu Benfica kam, sah sich der Vereinspräsident Rui Costa einer hart umkämpften Präsidentschaftswahl gegen João Noronha Lopes gegenüber. Costas Lösung war einfach: Wenn er die Macht verlieren würde, sollte der kommende Präsident einen schnellen und sauberen Weg haben, den Trainer zu entfernen, den er nicht gewählt hatte. Mourinho sollte auch davor geschützt werden, in einer instabilen politischen Situation gefangen zu sein.

Costa wurde im November 2025 mit mehr als 65 Prozent der Stimmen wiedergewählt. Die Klausel überlebte dennoch.

Benficas Saison endete am 16. Mai mit einem 3:1-Sieg über Estoril Praia. Dieses Ergebnis begann den zehn Tage zählenden Countdown. Heute endet er.

Die Ironie ist scharf. Eine Klausel, die dazu gedacht war, Benfica vor seinen eigenen internen politischen Problemen zu schützen, ist zum Mechanismus geworden, der Mourinho für Real Madrid erheblich teurer gemacht hat -- einem Verein, dessen eigene Wahlpolitik sie daran hinderte, rechtzeitig zu handeln.

Mourinho beendete seine einzige Saison in Lissabon auf dem dritten Platz in der Primeira Liga, hinter Porto und Sporting CP, was bedeutet, dass Benfica nun in der zweiten Qualifikationsrunde der Europa League anstelle der Champions League antreten wird. Seine Bilanz in Portugal war in der Liga ungeschlagen, aber die Punkte reichten nicht aus.

Real Madrid wird voraussichtlich dennoch fortfahren. Die mündliche Vereinbarung zwischen Mourinho und Pérez bleibt bestehen, und der portugiesische Trainer ist bezüglich der Verzögerung entspannt. Aber der Preis für diese Geduld hat sich gerade verdoppelt.