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Newcastle zielt auf den emotionalen Backhaus ab, da Werder verkaufen muss, um die Bücher ins Gleichgewicht zu bringen

·Von Junior Yekini
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Newcastle United drängt darauf, den Werder Bremen Torhüter Mio Backhaus zu verpflichten, den 22-jährigen deutsch-japanischen Schlussmann, dessen Debütsaison in der Bundesliga als Nummer eins ihn zu einem der gefragtesten Torwarttalente in Europa gemacht hat.

Backhaus absolvierte in dieser Saison 32 Ligaspiele für Werder Bremen und hielt fünf Mal die Null für eine Mannschaft, die den 14. Platz belegte und knapp dem Abstieg entging. Seine Leistungen ernteten trotz des schwierigen Kontexts durchweg Lob, während Scouts von Newcastle United, Inter Mailand, Freiburg und Brighton während der gesamten Saison mehrfach das Weserstadion besuchten.

Werder steht unter erheblichem finanziellen Druck und muss bis zum 30. Juni Einnahmen aus Transfers generieren, um die Jahresbilanz zu verbessern. Geschäftsführer Clemens Fritz machte die Position des Vereins deutlich.

"Mio Backhaus hatte eine herausragende Saison, die niemand vorhersehen konnte. Wir sind auf Transfererlöse angewiesen. Wir müssen sehen, was in den nächsten Wochen passiert."

Cheftrainer Daniel Thioune würde ihn gerne behalten, erkannte jedoch die Realität an.

"Es wäre wünschenswert, Mio Backhaus im Team zu haben. Er war einer der wenigen Lichtblicke und Gewinner in dieser Saison. Wenn Backhaus sich entscheidet zu gehen, werde ich das akzeptieren."

Backhaus wirkte nach dem letzten Heimspiel der Saison gegen Dortmund bemerkenswert emotional, und als er nach seiner Zukunft gefragt wurde von ARD sagte er nur: "Wir verbringen zwei oder drei Nächte mit der Mannschaft. Dann werde ich darüber nachdenken."

Werder strebt etwa 20 Millionen Euro an. Newcastle sieht die Verpflichtung als Teil einer umfassenderen Umstrukturierung im Torwartbereich, da die langfristige Zukunft von Nick Pope im Verein nach einer inkonsistenten Saison, in der er zeitweise seinen Stammplatz an Leihspieler Aaron Ramsdale verlor, ungewiss ist. Das Interesse von Freiburg könnte sich verstärken, abhängig davon, ob sie sich für die Champions League qualifizieren.

Sein Vertrag läuft bis 2028. Ein Deal befindet sich in der Verhandlungsphase, und es wurde noch keine Einigung mit einem Verein erzielt.