Es war kein einfacher Abend für die Südamerikaner. Der Torhüter der DR Kongo, Lionel Mpasi, war während des gesamten Spiels außergewöhnlich und machte acht Paraden, um sein Team so lange wie möglich im Spiel zu halten. Die besten Chancen Kolumbiens kamen früh und oft, wobei Muñoz selbst einen Nahschuss ins Außennetz setzte, bevor der Abschluss aberkannt wurde.
Der Druck Kolumbiens ebbte und floß in einem engen Duell. Luis Díaz hatte zwei Tore, die vom VAR aberkannt wurden - das erste wegen eines Fouls im Aufbau, das zweite wegen Abseits - da die klinische Präzision, die Usbekistan im Eröffnungsspiel auseinandergerissen hatte, gegen eine tief stehende und kollektiv disziplinierte Mannschaft schwerer zu finden war.
Der Durchbruch kam durch den eingewechselten Juan Quintero, der für James Rodríguez ins Spiel kam, das Tempo des Spiels im letzten Viertel kontrollierte und die Vorlage gab, die Muñoz ermöglichte, mit einem ersten Abschluss zu verwandeln.
Kolumbien trifft am 27. Juni im Miami Stadium auf Portugal in einem Spiel, das entscheiden wird, wer die Gruppe K anführt. Die DR Kongo, mit einem Punkt aus zwei Spielen, muss Usbekistan in ihrem letzten Spiel besiegen, um ihre Weltmeisterschaft am Leben zu halten.
"Wir haben mit Intensität und Aggression gespielt und uns an unseren Stil gehalten," sagte Muñoz. "Dieser Erfolg gehört dem gesamten Team; wir haben diese drei Punkte als Team und für alle Fans, die uns unterstützt haben, verdient."
"Dieser Sieg gibt uns einen moralischen Auftrieb. Wir wollen uns nicht mit diesem Ergebnis zufrieden geben."
Trainer Nestor Lorenzo war im Sieg besonnen.
"Ich möchte diesem Team für all ihre Mühe danken. Sie haben den Spielplan bis ins kleinste Detail befolgt. Wir haben ein besseres Ergebnis verdient; gegen Ende hat uns unser Gegner das Leben schwer gemacht, aber wir waren die verdienten Sieger."
Der Trainer der DR Kongo, Sébastien Desabre, war im Niederlage großzügig und zollte dem Durchhaltevermögen seiner Mannschaft Tribut, während er die Qualität des Gegners anerkannte.
"Es war ein schwieriges Spiel für uns. Wir haben gegen ein sehr gutes Team gespielt. Sie waren überlegen. Unsere Spieler haben wie gewohnt auf dem Platz gekämpft, um ein Ergebnis zu erzielen, aber wir konnten es nicht schaffen. Portugal und Kolumbien geben uns viel Erfahrung, mit der wir konfrontiert sind, denn für uns ist dies unsere erste Weltmeisterschaft."
Kolumbien hat nun beide Gruppenspiele gewonnen und sich mit einem Spiel Vorsprung qualifiziert. Lorenzos gut organisiertes Team hat in zwei Spielen nur einmal ein Tor kassiert und geht mit Selbstvertrauen und Momentum in das entscheidende Spiel gegen Portugal.