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Hoeness setzt Bayern-Direktor Eberl mit deutlichen öffentlichen Zweifeln unter Druck

·Von Paul Lindisfarne
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Hoeness setzt Bayern-Direktor Eberl mit deutlichen öffentlichen Zweifeln unter Druck

Bayern Munich

Der Ehrenpräsident des FC Bayern München, Uli Hoeness, hat öffentlich erklärt, dass die Chancen für Sportdirektor Max Eberl, eine Vertragsverlängerung über 2027 hinaus zu erhalten, bei nur 60 zu 40 zugunsten stehen.

Die Kommentare kamen in einem Interview mit Der Spiegel, das am Tag des 3:0-Sieges von Bayern München im DFB-Pokal-Finale gegen den VfB Stuttgart in Berlin veröffentlicht wurde.

"Heute stehen die Chancen auf eine Verlängerung bei 60 zu 40. Es gibt noch Zweifel", sagte Hoeness und fügte hinzu: "Jeder, der mich kennt, weiß das. So ist die Situation, und in zwei bis drei Monaten werden wir sehen, wie sich die Dinge entwickeln."

Eberl, der nach dem Pokalfinale mit Sky Deutschland sprach, sagte, er fand das Timing überraschend, gab jedoch keinen Hinweis darauf, dass er plane zu gehen.

"Ich fand es auch sehr überraschend. Ich möchte meinen Job machen und mich dadurch beweisen. Was wir als Team in dieser Saison erreicht haben, ist etwas, auf das man stolz sein kann. Die Leute können ihre Zweifel haben -- das ist völlig legitim. Dann werden wir darüber sprechen."

Als er nach den Gründen für Hoeness' Bedenken gefragt wurde, antwortete Eberl: "Ich kann es nicht sagen, das müsstest du Uli fragen. Es ist mir gerade egal. Wir hatten eine sehr gute Saison und haben das Double gewonnen. Darauf kommt es an."

Bild berichtete über die internen Kritiken in spezifischeren Begriffen. Laut der Zeitung glauben sowohl Hoeness als auch Karl-Heinz Rummenigge, dass Eberl Transferentscheidungen übereilt trifft und versucht, Deals zu schnell zu hohen Preisen abzuschließen. Sie kritisieren auch, was sie als mangelnde Kommunikation beschreiben -- Eberl soll die Vereinsführung erst informiert haben, wenn die Deals fast abgeschlossen sind, anstatt sie früher in den Prozess einzubeziehen.

Ein drittes von Bild genanntes Anliegen ist temperamental. Eberl wird berichtet, dass er interne Kritik persönlich nimmt und die Art von offenen, manchmal konfrontativen Debatten, die frühere Epochen des Bayern-Managements prägten, nicht tolerieren kann. Hoeness war deutlich: "Karl-Heinz und ich haben früher wie Besenstiele gestritten. Aber als die Tür hinter uns zu war, war es wieder in Ordnung. Max ist da ziemlich sensibel."

Seit er im März 2024 die Verantwortung übernommen hat, hat Eberl die Verpflichtungen von Michael Olise, Luis Díaz, Jonathan Tah und Vincent Kompany überwacht und Verlängerungen für Jamal Musiala und Joshua Kimmich gesichert. Bayern gewann in dieser Saison die Bundesliga-Meisterschaft und den DFB-Pokal. Die endgültige Entscheidung über seine Zukunft wird in der Aufsichtsratssitzung im August getroffen.

Eine doublegewinnende Saison hat die Frage nicht geklärt. Das allein ist aufschlussreich.