Woltemade, 24, verließ den VfB Stuttgart letzten Sommer für Newcastle United in einem Deal im Wert von rund 69 Millionen Pfund -- eine Summe, die Bayern München sich weigerte zu zahlen. Der Stürmer hatte in der vorherigen Saison 12 Tore in 28 Ligaspielen für Stuttgart erzielt und war einer der begehrtesten Angreifer im deutschen Fußball.
In einem neuen Interview mit Der Spiegel sagte Hoeness, dass Bayern kurz davor war, den Transfer zu einem deutlich niedrigeren Betrag abzuschließen, bevor Matthäus intervenierte.
"Ich sage dir eines -- wir hätten ihn für 50 Millionen Euro verpflichtet, und ich bin mir sicher, dass wir das hätten umsetzen können," sagte Hoeness.
"Aber dann geht Matthäus und sagt in der Zeitung, dass der Spieler definitiv zwischen 60 und 80 Millionen Euro wert ist."
Die Konsequenz, wie Hoeness es sieht, war, dass Stuttgart das Angebot von Bayern nicht mehr annehmen konnte, ohne sich öffentlich zu blamieren.
"Sie konnten ihn nicht mehr für 55 Millionen Euro verkaufen, weil sie unter so viel Druck geraten wären, dass sie zu dumm gewesen wären, das durchzuführen, was Matthäus, als sogenannter Experte, der Welt verkündete."
Matthäus, 64, ist eine feste Größe in der deutschen Fußballmedienlandschaft und war seit Jahrzehnten ein lautstarker Kommentator des Bundesliga-Transfermarktes. Seine Beziehung zu Bayern's ehemaligem Ehrenpräsidenten war nie ganz reibungslos, und Hoeness machte keinen Versuch, seine Gefühle zu verbergen.
"Er muss seine Position nicht ausnutzen, um FC Bayern weiterhin zu schaden," sagte er.
Matthäus hat seine Kommentare zuvor verteidigt und argumentiert, dass der Wert eines Spielers durch das bestimmt wird, was die Clubs tatsächlich zahlen -- und dass Newcastle's Bereitschaft, 69 Millionen Pfund auszugeben, seine Einschätzung bestätigte.
Woltemade hat in dieser Saison in Newcastle Blitze seiner Qualität gezeigt, hatte jedoch Schwierigkeiten, konstant Spielzeit unter Eddie Howe zu bekommen, was zu Spekulationen über seine Zukunft im St. James' Park führte. Berichte haben angedeutet, dass er diesen Sommer für einen Transfer verfügbar sein könnte -- eine Entwicklung, die das Interesse von Bayern neu entfachen könnte, da die Preisfrage längst geklärt ist.
Hoeness ist der Meinung, dass der ursprüngliche Deal ihnen niemals entkommen hätte dürfen.
