In einer ungewöhnlichen Vereinbarung ist der Klub bereit, Neuhaus für den Verdienstausfall, den ein Wechsel zwangsläufig mit sich bringen würde, zu entschädigen, da kein Interessent wahrscheinlich sein aktuelles Gehalt erreichen wird.
Das würde effektiv bedeuten, dass Borussia Mönchengladbach zahlen würde, um einen Spieler loszuwerden -- ein Maß dafür, wie entschlossen der Klub ist, die Kosten zu senken.
Neuhaus, 29, hatte in der Saison 2025-26 eine bescheidene Rehabilitation, absolvierte 18 Einsätze und fand nach zwei Jahren als Randfigur zu einer gewissen Form zurück.
Aber Cheftrainer Eugen Polanski machte im Mai deutlich, dass er mit den Leistungen des ehemaligen deutschen Nationalspielers unzufrieden blieb, und da Gladbach bereits zwei neue zentrale Mittelfeldspieler in Zento Uno und Enzo Leopold verpflichtet hat, gibt es keinen offensichtlichen Weg zurück zum regelmäßigen Fußball im Borussia-Park.
Der Mittelfeldspieler absolvierte 238 Einsätze für den Klub über neun Saisons, erzielte 26 Tore und gab 30 Vorlagen und gewann zehn Länderspiele für Deutschland. Er wurde einst als einer der vielversprechendsten jungen Mittelfeldspieler in der Bundesliga angesehen. Seine Karriere hat seitdem diese Höhen nicht mehr erreicht.
Kein Käufer ist aufgetaucht, obwohl der Spieler verfügbar ist, was auf das Gehalt als zentralen Streitpunkt hinweist.
Die Situation verdeutlicht Gladbachs breitere finanzielle Belastung. Der Klub belegte in der letzten Saison den sechsten Platz in der Bundesliga und qualifizierte sich für die Europa League, ist jedoch nicht in der Lage, teure Passagiere zu tragen. Neuhaus' Fall ist symbolisch für ein Rekrutierungsmodell, das Gehaltsverpflichtungen geschaffen hat, die schwer abzubauen sind.
