Bayern gewann mit 6-4 nach Hin- und Rückspiel nach einem 4-3-Sieg in der Allianz Arena am Mittwoch, wobei die späte rote Karte für Eduardo Camavinga einen Wendepunkt darstellte.
Spieler umringten Schiedsrichter Slavko Vinčić beim Schlusspfiff und Arda Güler wurde nahe dem Tunnel für seine Proteste vom Platz gestellt, was ihm eine Sperre für die Champions League der nächsten Saison einbrachte.
Welt beschrieb die Szenen nach dem Spiel als Offenbarung eines tieferliegenden kulturellen Problems im Verein. "Verschwörungstheorien sind seit langem Teil der DNA eines Vereins, der seit Jahren jeglichen Respekt und Würde verliert. Gewinnen ist einfach, aber nur wenige wissen, wie man verliert. Real Madrid gehört nicht dazu."
Der Artikel wies direkt auf die Entlassung von Camavinga hin. "Er, der bereits eine gelbe Karte für ein klares taktisches Foul erhalten hatte, hätte sich um jeden Preis von solchen Eskapaden fernhalten sollen.
"Dass seine Mitspieler die Dinge anders sahen, könnte auch daran liegen, dass illoyales Verhalten, Einschüchterung von Schiedsrichtern und hinterhältige Legenden seit langem Teil der DNA von Real Madrid sind."
Sport Bild unterstützte diese Ansichten und nannte Vinícius Júnior namentlich. "Als Luis Díaz den Ausgleich erzielte, applaudierte der stets provokante Vinícius Júnior bereits verächtlich in Richtung des Schiedsrichters."
Die Zeitschrift forderte den Abgang der umstrittensten Figuren des Vereins. "Es wäre wünschenswert, dass einige überdimensionierte Egos den Verein verlassen. Nur dann kann der Verein wieder der beste der Welt werden und vor allem ein beliebterer Verein."
Real Madrid liegt in La Liga neun Punkte hinter Barcelona und steht vor einer zweiten aufeinanderfolgenden saison ohne Titel.