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Furlanis Zukunft bei AC Milan ungewiss, da Cardinale eine Umstrukturierung im Vorstand in Erwägung zieht

·Von Paul Lindisfarne
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Furlanis Zukunft bei AC Milan ungewiss, da Cardinale eine Umstrukturierung im Vorstand in Erwägung zieht

AC Milan/X.com

AC Milan-Geschäftsführer Giorgio Furlani steht vor der Aussicht, den Verein in diesem Sommer zu verlassen, da Eigentümer Gerry Cardinale voraussichtlich eine endgültige Entscheidung über die Führungsstruktur des Clubs treffen wird.

Calciomercato berichtet, dass Furlani bereits darüber nachgedacht hat, unter dem Gewicht anhaltender Kritik von den Anhängern zurückzutreten, die nach einem Leistungsabfall in der zweiten Hälfte der Serie-A-Saison erhebliche Wut auf den Vorstand gerichtet haben.

Das feindliche Umfeld hat seine Position zunehmend schwierig zu managen gemacht, mit der Gelassenheit, die von einem Geschäftsführer in einem Klub von Milans Größe erforderlich ist.

Cardinale wird am Sonntag zum San Siro reisen, um das letzte Ligaspiel gegen Cagliari zu bestreiten, das Milan gewinnen muss, um Champions-League-Fußball zu sichern.

Die Tage nach diesem Spiel werden für eine Reihe von Treffen in der Vereinszentrale genutzt, um die Führungsstruktur umfassend zu bewerten. Die zentrale Frage, vor der Cardinale steht, ist, ob er eine umfassende Umstrukturierung durchführen soll -- beginnend mit Furlanis Abgang -- oder ob er die bestehende Struktur beibehalten und Personal darum herum hinzufügen soll.

Cardinale wird bei dieser Bewertung von Massimo Calvelli unterstützt, dem CEO International der RedBird Development Group und operativen Partner, der dafür verantwortlich ist, RedBirds internationales Portfolio im Sport-, Medien- und Unterhaltungsbereich zu maximieren. Calvelli trat im November 2025 in den Vorstand von Milan ein und ist eng in die operative Aufsicht eingebunden.

Wenn ein neuer Geschäftsführer benötigt wird, werden es Cardinale und Calvelli sein, die die Kandidaten identifizieren.

Ein Name, der bereits im Zusammenhang mit der Rolle genannt wurde, ist Adriano Galliani, der 80-jährige ehemalige Vizepräsident von Milan, der von 1986 bis 2017 unter Silvio Berlusconi diente und ehemaliger Präsident von Monza war. Galliani kennt die Kultur des Vereins, seine kommerziellen Beziehungen und die Erwartungen der Anhänger näher als fast jeder andere, und seine Verbindung zur erfolgreichsten Ära Milans verleiht jeder potenziellen Ernennung sofortige symbolische Resonanz.

Ob Furlani geht oder bleibt, wird von Cardinales Einschätzung sowohl der sportlichen Situation -- ein Champions-League-Platz ist noch in Reichweite -- als auch der breiteren institutionellen Glaubwürdigkeit der aktuellen Struktur abhängen.