Guardiola bestätigte offiziell seinen Abschied am Freitag und beendete eine Amtszeit, die 20 Trophäen hervorbrachte, darunter sechs Premier-League-Titel und die Champions League. Er wird Manchester City nach ihrem letzten Spiel der Saison gegen Aston Villa am Sonntag verlassen.
Bei seiner letzten Pressekonferenz sagte Guardiola, dass Ferguson am Vortag Kontakt aufgenommen hatte.
"Eines der größten Komplimente, die ich erhalten habe: Ich bekam gestern eine Nachricht von Sir Alex Ferguson. Das hat mich so glücklich gemacht", sagte er den Reportern.
Als er gedrängt wurde, was gesagt wurde, lächelte Guardiola: "Ein schottischer Akzent, ich habe es nicht verstanden. Es war eine Sprachnachricht. Ich werde ihn zurückrufen. Glückwünsche für die Karriere und für das, was wir erreicht haben. Es bedeutet mir viel."
Er fügte hinzu: "Er ist der Größte in diesem Land. Die Amtszeit, die Zeit und aus vielen, vielen Gründen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Sir Alex uns nicht wieder die lauten Nachbarn nennen wird. Wir sind die Nachbarn, einfach die Nachbarn. Und ich bin froh, dass er da war, um zuzusehen."
Die Herzlichkeit des Austauschs steht vor dem Hintergrund einer scharfen Rivalität. Ferguson und Guardiola trafen aufeinander, als letzterer Barcelona trainierte, wobei Manchester United im Champions-League-Finale 2009 und 2011 gegen Barca verlor. Nach der 1:3-Niederlage in Wembley 2011 war Ferguson großzügig: "In meiner Zeit als Trainer ist das das beste Team, dem wir begegnet sind."
Ferguson trat 2013 zurück, drei Jahre bevor Guardiola bei City verpflichtet wurde. Zu diesem Zeitpunkt bewegten sich die Clubs in entgegengesetzte Richtungen.
Guardiola kam 2016 von Bayern München nach Manchester und verwandelte City von ewigen Herausforderern in die dominante Kraft im englischen Fußball. Er gewann nicht nur Titel. Er gewann sie auf eine Weise, die jeden anderen Club dazu zwang, seine Denkweise über das Spiel zu ändern.
Ein Jahrzehnt. Zwanzig Trophäen. Eine Sprachnachricht von dem Mann, den er nie ganz besiegen konnte.
