Der 19-jährige Brasilianer wurde in der 16. Minute weinend ausgewechselt und wird nicht mehr am Rest der Saison von Chelsea teilnehmen. Das brasilianische Medium Globo berichtet, dass er sich für eine konservative Behandlung anstelle einer Operation entschieden hat, um an dem Turnier teilzunehmen, das am 11. Juni beginnt.
Estevao ist in seine Heimat zurückgekehrt und befindet sich derzeit in der Rehabilitation in den Einrichtungen seines ehemaligen Vereins Palmeiras in São Paulo. Die medizinischen Mitarbeiter von Chelsea sind während seiner Genesung weiterhin anwesend.
Die Entscheidung gegen eine Operation hält seine Hoffnungen auf die Weltmeisterschaft technisch am Leben. Der brasilianische Fußballverband hat jedoch privat akzeptiert, dass es unwahrscheinlich ist, dass er rechtzeitig bereit ist.
Die Ärzte von Chelsea hatten eine Operation empfohlen. Das hätte eine längere, aber sauberere Genesung garantiert -- und jede realistische Aussicht auf eine Teilnahme am Turnier beendet.
Estevao hatte in sieben Einsätzen fünf Tore erzielt, seit Carlo Ancelotti die brasilianische Nationalmannschaft übernommen hat, was ihn zum besten Torschützen des Trainers in diesem Zeitraum macht. Er wurde als zentral für Ancelottis Pläne für den Sommer angesehen.
Auf Vereinsebene erzielte der Flügelspieler in seiner Debütsaison an der Stamford Bridge acht Tore und gab vier Vorlagen in 36 Einsätzen in allen Wettbewerben, nachdem er letztes Jahr für 29 Millionen Pfund von Palmeiras gewechselt war.
Seine Abwesenheit ist ein erheblicher Rückschlag für einen brasilianischen Kader, der bereits ohne den Real Madrid-Stürmer Rodrygo auskommen muss, der sich zu Beginn dieser Saison einen Riss des vorderen Kreuzbandes und des Meniskus zugezogen hat.
Brasilien eröffnet seine Weltmeisterschaftskampagne am 13. Juni gegen Marokko im New York/New Jersey Stadium. Ancelotti wird seinen 26-Mann-Kader am 18. Mai bekanntgeben.
Der Wettlauf des Flügelspielers gegen den Kalender ist einer, den die medizinischen Beweise nahelegen, dass er nicht gewinnen kann. Die Verantwortlichen im brasilianischen Umfeld erwarten nicht, dass er im Flugzeug sitzt.