Bild berichtete Ende August, dass Frankfurt über ein vorzeitiges Ende von Krösches Amtszeit diskutierte, und der desolate Saisonstart des Vereins, bei dem nur ein Punkt geholt wurde und eine 1-4-Niederlage gegen Augsburg erlitten wurde, wird wahrscheinlich seine Position im Verein nicht gestärkt haben.
Sollte Frankfurt sich von ihrem Sportdirektor trennen, würde es ihm nicht an Interessenten mangeln. Intensive Gespräche mit AC Milan fanden bereits früher im Sommer statt, und Sport1 berichtet nun, dass auch Liverpool ein Kandidat ist, nachdem Richard Hughes zu Al-Hilal gewechselt ist. Konkrete Entwicklungen zwischen Krösche und dem Verein aus Merseyside gibt es jedoch noch nicht, obwohl sich die Situation ändern könnte, da Liverpool nun eine tatsächliche Vakanz in ihrer Fußballabteilung zu besetzen hat.
Laut Sport1 beträgt Krösches Ausstiegsklausel zwischen drei und vier Millionen Euro und gilt nur für eine ausgewählte Gruppe von Vereinen, zu denen Berichten zufolge Bayern München, Borussia Dortmund und Liverpool gehören.
Die Klausel wurde zuvor so verstanden, dass sie erst zum Jahreswechsel aktiv wird, aber sollte Eintracht sich entscheiden, die Arbeitsbeziehung vorzeitig zu beenden, würde sich die gesamte Situation wahrscheinlich unabhängig von diesem Zeitpunkt neu gestalten.
Krösche ist seit 2021 in seiner Rolle in Frankfurt und hat sich einen Ruf als einer der effektivsten Akteure der Bundesliga auf dem Transfermarkt erarbeitet, indem er lukrative Verkäufe wie Randal Kolo Muani, Omar Marmoush und Hugo Ekitike überwacht hat, die dem Verein über 300 Millionen Euro an Gebühren eingebracht haben.
Er führte Eintracht Frankfurt 2022 zum Europa-League-Triumph und zu einem dritten Platz in der Bundesliga sowie zur Champions-League-Qualifikation in der letzten Saison, was ihn zu einer attraktiven Option macht, unabhängig davon, wie sich seine aktuelle Situation in Hessen entwickelt.
Liverpool sucht seit der Bestätigung von Hughes' Abgang nach einem neuen Sportdirektor, wobei der Verein sich noch nicht auf einen internen Kandidaten oder eine externe Ernennung geeinigt hat. FSG-Präsident Mike Gordon leitet diesen Prozess, und Krösches Erfolgsbilanz, vielversprechende junge Talente in erhebliche Transfergebühren umzuwandeln und gleichzeitig wettbewerbsfähige Kader mit einem vergleichsweise bescheidenen Budget aufzubauen, wurde als natürliche Passung für einen Verein genannt, der seine Rekrutierungsabteilung neu aufbauen möchte.
Sein aktueller Vertrag in Frankfurt läuft bis 2028, was bedeutet, dass ein Wechsel wahrscheinlich immer noch eine Entschädigungszahlung über die letztlich geltende Ausstiegsklausel hinaus erfordern würde.
