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Defensives Versagen und verlorenes Vertrauen hinter Gladbachs Polanski-Ausstieg

·Von Paul Lindisfarne
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Defensives Versagen und verlorenes Vertrauen hinter Gladbachs Polanski-Ausstieg

Borussia Monchengladbach/X.com

Die Entscheidung von Borussia Mönchengladbach, Eugen Polanski nach nur drei Spielen zu entlassen, resultierte aus einem defensiven Zusammenbruch, Transferfehlentscheidungen und erodiertem Vertrauen.

Zum zweiten Mal in Folge hat Gladbach innerhalb der ersten drei Spieltage der Bundesliga-Saison den Trainer gewechselt. Polanski hatte den Job selbst im letzten Jahr von Gerardo Seoane übernommen und war nun gezwungen, seinen eigenen Platz nach drei Niederlagen in Folge zu Beginn dieser Saison zu räumen.

Sportdirektor Rouven Schröder machte sofort nach der demütigenden 5:0-Niederlage am Samstag gegen den SC Freiburg klar, dass die Zeichen auf Veränderung standen.

"Wir werden nach innen schauen und auch das Gespräch mit Eugen führen. Auch mit dem Teamrat und allen, die heute beteiligt waren, darüber, ob wir in dieser Form weitermachen wollen," sagte Schröder. Die Antwort war letztendlich nein.

Die Ursachen der Krise gehen tiefer als ein Mangel an Punkten. Das Offensichtlichste ist eine Abwehr, die das ganze Jahr über fragil wirkte. Gladbach hatte in der letzten Saison mit einer Fünferkette zu kämpfen, und Polanski wechselte in dieser Saison zu einer Viererkette, aber die Änderung hat nichts gelöst: 12 Gegentore nach drei Spielen sind ein historischer Tiefpunkt für den Verein.

Die Stimmung rund um Borussia Mönchengladbach war vor Saisonbeginn recht positiv gewesen. Die Sommertransfers schienen gut durchdacht, und die sportliche Führung glaubte, dass der neue Kader einen klaren Qualitätssprung gemacht hatte.

Diese Einschätzung erwies sich als falsch. Besonders das zentrale Mittelfeld war ein Problemfeld, da die Abgänge von Yannik Engelhardt, 25, und Rocco Reitz, 24, nie richtig ersetzt wurden.

Mehrere wichtige Neuzugänge verletzten sich ebenfalls fast sofort und fielen für längere Zeit aus. Ein echter Anführer war im Kader schwer zu finden. Der zurückkehrende Stürmer Tim Kleindienst, 31, schien zu versuchen, die Intensität zu steigern, verfehlte jedoch das Ziel vollständig, während ernsthafte individuelle Fehler mit alarmierender Regelmäßigkeit auftraten und den Gegnern mehrere Tore schenkten.

Polanski war nicht in der Lage, die vielen Probleme in den Griff zu bekommen und verbrannte, was am kritischsten war, das Vertrauen der Vereinsführung und der Anhänger, eine Geduld, die angesichts seiner langen Geschichte mit dem Verein ungewöhnlich tief war.