Sky Deutschland und Fabrizio Romano bestätigten beide am Donnerstag die Vereinbarung. Brown hatte bereits vor Wochen persönliche Bedingungen mit Bayern vereinbart und machte während des gesamten Prozesses deutlich, dass die Allianz Arena sein einziges Ziel war. Die Gebühr lag unter den 60 Millionen Euro, die Eintracht Frankfurts Sportdirektor Markus Krösche gefordert hatte, was einen erheblichen Sieg für das Verhandlungsteam von Bayern München darstellt.
Brown, 22, erzielte in dieser Saison in 33 Bundesliga-Einsätzen für Frankfurt vier Tore und gab vier Vorlagen, bevor er sein WM-Debüt für Deutschland gab und im Gruppenspiel gegen Curaçao beim 5:1-Sieg traf.
Die Kombination aus nationaler Form und internationalem Durchbruch beschleunigte sowohl das Interesse von Rivalen als auch Bayerns Entschlossenheit, den Deal abzuschließen, bevor ein Bietergefecht entstand.
Nürnberg, die Brown im Januar 2024 an Frankfurt verkauft haben, halten eine 12,5-prozentige Weiterverkaufsbeteiligung. Bei 55 Millionen Euro berechtigt sie das zu etwa 7 Millionen Euro -- ein erheblicher Geldsegen für einen Zweitligisten und ein Maß dafür, wie schnell Browns Wert seit seinem Verlassen der Akademie gestiegen ist.
Der Deal löst eines von Bayerns dringendsten Positionsbedürfnissen. Alphonso Davies bleibt im Verein, hat jedoch Spekulationen über seine Zukunft aufgrund von Verletzungsunterbrechungen angezogen, und die Verpflichtung von Brown bietet einen tragfähigen langfristigen Nachfolger auf der linken Abwehrseite.
Brown wird die Formalitäten abschließen, sobald Deutschlands WM-Engagement endet. Bayerns Sommerausgaben umfassen nun Brown für 55 Millionen Euro und PSV Eindhovens Ismael Saibari zu einem ähnlichen Betrag -- eine Gesamtausgabe von rund 110 Millionen Euro für zwei Spieler im Alter von 22 und 25 Jahren. Die Botschaft ist klar: Die deutschen Meister bauen mit Jugend auf und sind bereit, Prämien zu zahlen, um die richtigen Profile zu bekommen.
