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Bayern-Chef verteidigt Olises Interviewstil nach norwegischer Kritik

·Von Paul Lindisfarne
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Bayern-Chef verteidigt Olises Interviewstil nach norwegischer Kritik

Bayern Munich

Bayern München hat Michael Olises kurze Nachspiel-Interviewweise entschieden verteidigt, nachdem seine emotionslosen Antworten diese Woche online in der Kritik standen.

Olises Zögern, über seine eigenen Leistungen zu sprechen, zeigte sich diese Woche erneut nach Bayerns 5:0-Sieg in der Champions League gegen Bodo/Glimt, in dem der französische Nationalspieler zweimal traf und einen Assist gab. Auf die Frage nach seinem großartigen Treffer gab der Flügelspieler nur eine kurze, sachliche Antwort.

"Ich weiß es nicht. Ich schieße, es geht entweder rein oder nicht. Ich bin nicht der Einzige, der Tore schießt," sagte Olise zu einem Reporter, eine Antwort, die einige Nutzer in sozialen Medien als abweisend interpretierten.

Der Clip verbreitete sich so weit, dass sowohl Cheftrainer Vincent Kompany als auch Sportdirektor Max Eberl sich gezwungen fühlten, während der Pressekonferenz am Samstag darauf einzugehen. Eberl war schnell dabei, den Charakter seines Spielers zu verteidigen.

"Michael Olise ist jemand, der Fußball spielen möchte. Was außerhalb des Platzes passiert, ist nicht wirklich sein Ding. Das haben wir schon bei seiner Vorstellung vor zwei Jahren gesehen. Nicht jeder ist gleich," sagte Eberl.

"Die Medienberichterstattung ist riesig, aber in sozialen Medien und auf TikTok wird er dafür gefeiert. Junge Menschen können sich damit mehr identifizieren als wir. Für uns ist das Wichtigste, dass er zeigt, was er auf dem Platz kann. Und das macht er brillant. Er wurde in fünf Spielen dreimal zum Mann des Spiels gewählt.

"Das würde ich tausendmal bevorzugen."

Kompany äußerte sich ebenfalls und stellte die Einordnung des Vorfalls als irgendeine Art von Kontroverse in Frage.

"Glauben Sie, der Journalist, der das Interview mit Michael geführt hat, ist unzufrieden, dass es viral ging? Wenn jeder so antworten würde wie ich, würde nie etwas viral gehen," sagte Kompany. "Ich kann Ihnen versichern, dass kein Sponsor und kein Journalist schlecht über Michaels Art spricht. Wir sollten nicht alles durcheinanderbringen."

Olise, der letztes Jahr von Crystal Palace zu Bayern München wechselte, hat sich schnell als einer der produktivsten Offensivspieler des Vereins etabliert, obwohl seine kurzen, manchmal ausdruckslosen Medienauftritte gelegentlich online Aufmerksamkeit erregt haben, selbst wenn sein Verein darauf besteht, dass dies keinen Einfluss darauf hat, wie er intern wahrgenommen wird.

Seine Kombination aus Endprodukt und zurückhaltender Persönlichkeit hat, wenn überhaupt, nur zu seiner wachsenden Beliebtheit bei jüngeren Anhängern beigetragen, so Eberl, der keinen Widerspruch zwischen ruhigen Interviews und einem lauten Einfluss auf dem Platz sieht.