Der Stürmer von Atletico Madrid ist bis 2030 im Metropolitano gebunden, mit einer Monster-Ausstiegsklausel von 500 Millionen Euro, aber das hat Barcelona laut der Beschwerde nicht davon abgehalten, anklopfen zu kommen. Die Anwälte von Atletico haben die letzte Woche damit verbracht, ihren Fall aufzubauen, Nachrichten, Anrufe und Unterlagen zu sammeln, bevor sie schließlich am Dienstagabend den Auslöser drückten.
"Unsere Verantwortung ist es, die Interessen von Atletico de Madrid zu verteidigen, und deshalb werden wir eine Beschwerde bei der FIFA gegen Barcelona einreichen, weil sie mit einem Spieler verhandelt haben, der unter einem gültigen Vertrag während des geschützten Zeitraums steht," erklärte Miguel Angel Gil, der Geschäftsführer von Atletico Madrid.
Gil äußerte diese Drohung vor einer Woche in Kommentaren gegenüber EFE, und er hat sein Wort gehalten. Der Fall von Atletico basiert auf der Behauptung, dass Barcelona direkte Gespräche mit Alvarez geführt hat, obwohl sein langfristiger Vertrag weit außerhalb des sechsmonatigen Zeitraums liegt, in dem Annäherungen gemäß den Regeln der FIFA rechtlich erlaubt sind.
Der Zeitpunkt könnte kaum explosiver sein, da er mitten in der Weltmeisterschaft fällt, während Alvarez mit Argentinien in den Vereinigten Staaten ist. Der 26-Jährige hat selbst nach dem Sieg Argentiniens in der Gruppenphase über Österreich Öl ins Feuer gegossen, als er kein Geheimnis daraus machte, dass er Atletico Madrid verlassen möchte.
"Ich denke, das Beste für alle ist ein Transfer, und ich möchte meinen Traum verwirklichen," sagte Alvarez zu ESPN.
Diese Kommentare haben Atletico Madrid keinen Zentimeter bewegt. Der Vorstand weigert sich strikt, mit Barcelona zu verhandeln, und es gibt kein Zeichen dafür, dass die 500 Millionen Euro Klausel gesenkt wird, egal was der Spieler oder seine Interessenten wollen.
Die Hierarchie von Atletico glaubt, dass Barcelonas Annäherung einen Spieler, der zentral für Diego Simeones Pläne für die nächste Saison ist, verunsichert hat, und die formelle Beschwerde soll die FIFA dazu bringen, ein Verfahren einzuleiten, um zu untersuchen, wie diese Gespräche geführt wurden. Eine Rivalität, die bereits durch jahrelange Transfermarkt-Sticheleien getrübt wurde, ist nun in einen offenen institutionellen Konflikt übergegangen.
Barcelona hat sich zu der Beschwerde nicht geäußert. Alvarez hingegen bleibt mit der argentinischen Nationalmannschaft und konzentriert sich auf die Weltmeisterschaft, während der Streit über seine Zukunft zu Hause weitergeht.
