Der Corriere della Sera berichtete über die endgültige Natur von Allegris Entscheidung und verwies auf eine Beziehung zu Ibrahimović, die jetzt als völlig nicht existent beschrieben wird.
Der 58-jährige Trainer aus Livorno hat seit Anfang April nicht mehr mit dem ehemaligen schwedischen Stürmer gesprochen, als ein Streit über die Auswahl des dritten Torwarts für die nächste Saison der Auslöser für einen Bruch wurde, der sich seit Monaten angestaut hatte.
Mehrere Vorfälle verstärkten den Bruch: Ibrahimović hatte das Trainingsgelände Milanellos von AC Milan und die Umkleidekabine im San Siro seit über drei Monaten nicht mehr besucht; Allegri entdeckte, dass Ibrahimović regelmäßig Kontakt zu dem prominenten Milan-Kritiker und ehemaligen Stürmer Antonio Cassano über seine Twitch-Streaming-Aktivitäten hatte; und am kritischsten war, dass Ibrahimović Spieler direkt anrief -- darunter Youssouf Fofana und Rafael Leão -- um taktische Ratschläge zu geben, die den Anweisungen des Trainerstabs im Training widersprachen.
Im Januar hatte Allegri um Verstärkungen gebeten. Der Verein wies dies zurück und verwies auf Budgetbeschränkungen. Kurz darauf wurden 30 Millionen Euro bereitgestellt, um Jean-Philippe Mateta zu verpflichten -- eine Entscheidung, über die Allegri nicht konsultiert wurde, was ihn gleichzeitig aus mehreren Richtungen untergraben ließ.
Milan ist punktgleich mit Roma auf dem vierten Platz, mit zwei verbleibenden Spielen, und kämpft darum, eine zweite aufeinanderfolgende Abwesenheit aus der Champions League zu vermeiden, die die Finanzen des Vereins verwüsten würde. Das Ergebnis wird Allegris Entscheidung nicht ändern.
Er ist der Favorit, der nächste Nationaltrainer Italiens zu werden. Gennaro Gattusos Vertrag läuft nach der Weltmeisterschaft aus, für die sich Italien nicht qualifizieren konnte, und der FIGC wird voraussichtlich einen Trainerwechsel vornehmen, unabhängig davon, ob er bis dahin in seiner Rolle bleibt.
Allegris Bilanz -- fünf aufeinanderfolgende Serie-A-Titel mit Juventus zwischen 2015 und 2019 -- und sein Status als Free Agent seit Ende Juni machen ihn zur bequemsten und glaubwürdigsten Option für die Verantwortlichen des italienischen Fußballs.
