Der 23-jährige deutsche offensive Mittelfeldspieler wechselte letzten Sommer zu Liverpool, nachdem er in der vorherigen Saison eine zentrale Rolle in Leverkusens Bundesliga-Meisterschaft gespielt hatte. Sein Übergang zur Premier League erwies sich als schwieriger als erwartet. Er erzielte sein erstes Ligator erst Ende Dezember und verbrachte die erste Hälfte der Saison ohne eine bedeutende Formkurve, was ihm heftige Kritik von Experten und der englischen Presse einbrachte.
Wirtz sprach die Kritik direkt in einem Interview mit The Athletic an.
"Ich habe so etwas noch nie zuvor erlebt. Ich habe einfach versucht, hart zu arbeiten und mich zu verbessern, um mehr Einfluss auf die Spiele zu haben," sagte er. "Wenn ich zurückblicke, ist es nicht eine Saison, die mich nur traurig macht. Ich konnte viel lernen und mich an ein neues Land und eine neue Liga anpassen."
Er beendete die Saison mit sieben Toren und zehn Vorlagen in 48 Einsätzen in allen Wettbewerben -- eine bescheidene Bilanz nach den Maßstäben, die in Leverkusen gesetzt wurden, wo er durchschnittlich fast 30 Torbeteiligungen pro Saison hatte.
Zur Kritik, die er erhielt: "Ich versuche, mein Bestes zu geben und messe mich nicht an Zahlen. Ich musste in dieser Saison viel Kritik einstecken, besonders zu Beginn. Aber das hat mich nicht sehr beeindruckt. Ich habe die Zeit genutzt, um zu lernen, wie man mit solchen Dingen umgeht."
Liverpools Trainer Arne Slot hat öffentlich Unterstützung gezeigt und sagte im Mai: "Seine Verbesserung -- und er war bereits ein Elite-Spieler -- ist mir offensichtlich. Er ist 23. Jeder Spieler ist mit 25 oder 26 Jahren am besten. Er kann nur besser werden."
Liverpool beendete die Saison auf dem fünften Platz in der Premier League und sicherte sich am letzten Spieltag einen Platz in der Champions League. Wirtz ist im Kader der deutschen Nationalmannschaft für die Weltmeisterschaft.
