Die Pattsituation zwischen dem Klub und dem Lager des Brasilianers dauert nun bereits den siebzehnten Monat an, ohne dass eine Lösung in Sicht ist, laut Berichten von OkDiario.
Vinícius' aktueller Vertrag läuft bis Juni 2027. Madrid begann im Februar 2025 mit den Gesprächen, ungewöhnlich früh, teilweise als Reaktion auf das wachsende Interesse der Saudi Pro League. Die beiden Seiten liegen weiterhin auseinander.
Das Kernproblem ist Geld. Vinícius strebt eine Gehaltsparität mit Kylian Mbappé an, einschließlich einer Unterschriftsprämie, die dem entspricht, was er als Free Agent verlangen könnte, wenn sein Vertrag ausläuft. Madrid betrachtet diese Forderung als strukturell unmöglich -- sie würde einen Präzedenzfall schaffen, der ähnliche Anfragen im gesamten Kader auslösen könnte.
Die Ankunft von Jose Mourinho hat eine neue Dimension hinzugefügt. Der kommende Cheftrainer hat das Prinzip eingeführt, dass es in seinem Kader keine Unantastbaren geben wird -- dass die Leistung Vorrang vor dem Ruf haben wird. Diese Botschaft, die klar durch die Hierarchie des Klubs vermittelt wurde, gilt für Vinícius ebenso wie für jeden anderen Spieler.
Madrid hat nicht aufgehört, ihn verlängern zu wollen. Klubpräsident Florentino Pérez hat öffentlich Unterstützung gezeigt: "Vini ist einer der besten Spieler der Welt und ist begeistert, ein Spieler von Madrid zu sein."
Doch die Geduld der leitenden Angestellten ist erschöpft. Quellen innerhalb des Klubs deuten auf Frustration über die Art und Weise hin, wie die Verhandlungen vom Lager des Spielers gehandhabt wurden.
Zum ersten Mal zieht der Klub die Möglichkeit eines Sommerverkaufs in Betracht. Derzeit liegen keine Angebote auf dem Tisch, und Vinícius strebt keinen Wechsel an -- er hat öffentlich erklärt, dass er sich nie bei einem anderen Klub vorgestellt hat. Aber die Logik, jetzt zu verkaufen, anstatt ihn ins letzte Vertragsjahr gehen zu lassen und möglicherweise 2027 für nichts gehen zu lassen, beginnt in Valdebebas Fuß zu fassen.
Vinícius ist mit Brasilien bei der Weltmeisterschaft und hat öffentlich angedeutet, dass die Vertragsgespräche warten werden, bis das Turnier abgeschlossen ist. Diese Position kommt ihm entgegen: Je länger die Gespräche hinausgezögert werden, desto näher rückt er der Free Agency und desto stärker wird seine Verhandlungsposition. Madrid versteht die Dynamik ebenso gut wie er.
Was einst undenkbar war, wird nun in konkreten Begriffen diskutiert.
