"Ich denke, dass wir als Borussia auch groß denken und Dinge ausprobieren dürfen, die auf den ersten Blick vielleicht nicht machbar erscheinen", sagte Schröder gegenüber Bild.
Er betonte, dass Geschwindigkeit weniger wichtig sei als die richtige Passung für den Verein zu finden.
"Was am Ende zählt, ist, dass wir den richtigen Trainer für Borussia finden, und das hängt nicht von einem einzigen Tag ab.
"Es geht darum, dass der Trainer zu uns passt, die Liga und unseren Kader kennt und eine Vorstellung davon hat, was möglich ist und wie man mehr daraus herausholen kann."
Auf die spezifische Frage zu Domenico Tedesco, der kürzlich von Bologna entlassen wurde, schloss Schröder einen Ansatz nicht aus.
"Heutzutage liegt die durchschnittliche Amtszeit bei etwa einem Jahr, daher muss man immer jeden Einzelfall betrachten. Ich wähle einen Trainer nicht danach aus, ob er sechs oder neun Jahre beim selben Verein war", sagte er.
Tedesco war bereits einmal auf dem Radar von Borussia Mönchengladbach, als sich der Verein letztendlich für Eugen Polanski entschied, der ebenfalls nach einem schlechten Saisonstart entlassen wurde. Ob der ehemalige Leipzig- und RB Salzburg-Trainer diesmal eine zweite Chance erhält, bleibt abzuwarten, aber Schröders Kommentare deuten darauf hin, dass kein Kandidat allein aufgrund von Ruf oder Gehalt ausgeschlossen wird, während der Verein seine Suche nach einer langfristigen Lösung vorantreibt.
Schröder selbst übernahm erst kürzlich die sportlichen Geschäfte von Gladbach, nachdem er von Red Bull Salzburg kam, um Roland Virkus zu ersetzen, in einem Verein, der im vergangenen Jahr mit Form und Stabilität zu kämpfen hatte.
Die Trainersuche stellt seine erste große Prüfung in dieser Rolle dar, die nur wenige Monate nach der Ernennung und der schnellen Entlassung von Polanski erfolgt, eine Entscheidung, die bereits von Teilen der deutschen Medien kritisiert wurde. Eine schnelle und erfolgreiche Lösung der aktuellen Suche würde dazu beitragen, den Druck auf Schröder selbst zu verringern, während er versucht, den Verein sowohl auf als auch neben dem Platz zu stabilisieren.
