Football Presse

Saudi-Eigentümer suchen, 300 Millionen Pfund Anteil an Newcastle zu verkaufen, um Stadion und Trainingsgelände zu finanzieren

·Von Paul Lindisfarne
Teilen
Saudi-Eigentümer suchen, 300 Millionen Pfund Anteil an Newcastle zu verkaufen, um Stadion und Trainingsgelände zu finanzieren

Newcastle/X.com

Der Public Investment Fund Saudi-Arabiens strebt an, einen Anteil im Wert von bis zu 300 Millionen Pfund an Newcastle United zu verkaufen, um den Bau eines neuen Stadions und eines Trainingsgeländes zu finanzieren, ohne übermäßige Schulden aufzunehmen.

Der PIF hält derzeit 85 Prozent an Newcastle United, während die Reuben-Brüder die verbleibenden 15 Prozent nach der Übernahme von 305 Millionen Pfund im Oktober 2021 besitzen. Durch den Verkauf von 21,25 Prozent seines Anteils -- wodurch sich der Anteil auf 63,75 Prozent reduziert -- würde der Fonds externe Eigenkapitalinvestoren gewinnen, ohne die Mehrheitskontrolle zu verlieren oder eine Schwelle zu überschreiten, die eine Überprüfung der Eigentumsregeln der Premier League auslösen würde.

Die Times berichtete zuerst über das spezifische Ausmaß der vorgeschlagenen Veräußertung, während The Sun die allgemeine Strategie bestätigte. Die Entscheidung folgt einem Besuch in Tyneside im letzten Monat durch eine 25-köpfige PIF-Delegation, die von Newcastle-Vorsitzendem Yasir Al-Rumayyan geleitet wurde, während dessen er über die finanziellen Anforderungen für beide Infrastrukturprojekte informiert wurde.

Das neue Stadionprojekt -- das St James' Park ersetzen oder erheblich umgestalten würde -- und das neue Trainingsgelände stellen zusammen ein Kapitalengagement dar, das Eigenkapital anstelle von Schulden erfordert, um die von den Kreditgebern geforderten Beleihungswerte zu erfüllen. Externe Investoren, die angesprochen wurden, um Projektfinanzierungen bereitzustellen, haben gefordert, dass der Verein zunächst seinen eigenen Eigenkapitalbeitrag leistet.

Die geschätzte Bewertung von Newcastle ist seit der Übernahme auf etwa 1,5 Milliarden Pfund gestiegen, was bedeutet, dass 21,25 Prozent des Vereins bei dieser Zahl etwa 320 Millionen Pfund wert wären -- weitgehend konsistent mit dem von The Sun genannten Ziel von 300 Millionen Pfund.

Mehrere externe Investoren haben bereits unabhängig vom Verein Interesse an der Bereitstellung von Projektkapital gezeigt. Der Verkauf des PIF-Anteils ist ein separates, aber ergänzendes Mittel zur Beschaffung der benötigten Mittel.

Der Schritt erfolgt, obwohl der PIF im letzten Monat die Finanzierung von LIV Golf zurückgezogen hat, was von einigen Beobachtern als Signal für ein reduziertes Interesse an Sportinvestitionen gewertet wurde. Quellen, die mit der Situation vertraut sind, haben klargestellt, dass der Anteilsverkauf die finanzielle Planung rund um spezifische Infrastrukturziele widerspiegelt und nicht eine Verringerung des Engagements des Fonds für den Verein darstellt.