Riquelme, 37, Präsident und Mehrheitsbesitzer der Cox Energy Group, kam gegen 18 Uhr in die Büros des Wahlvorstands in der Vereinszentrale, nachdem er den Vormittag in einem Notariat verbracht hatte, um die Gültigkeit seiner Garantie zu bescheinigen. Er verbrachte etwa 50 Minuten in den Büros, um die erforderlichen Unterlagen einzureichen, bevor er sich draußen den Medien stellte.
"Heute ist ein sehr wichtiger Tag für Real Madrid", sagte er den Reportern. "Nach 20 Jahren kann endlich abgestimmt werden.
"Dies ist keine Kandidatur gegen jemanden -- sie ist für Real Madrid. Wir haben ein äußerst spannendes, ernsthaftes und professionelles Projekt, sowohl im Fußball als auch in sozialen Angelegenheiten. Es ist wichtig, die Mitglieder im Auge zu behalten. Ich bitte die Mitglieder, keine Angst zu haben.
"Seid mutig genug, zuzuhören und zwischen den beiden Projekten auf dem Tisch zu entscheiden. Wenn der Wahlvorstand die Kandidatur genehmigt, werden wir rund um die Uhr arbeiten, um unser Projekt zu erklären, damit die Leute nach 20 Jahren abstimmen können."
Die finanzielle Garantie, die gemäß den Statuten von Real Madrid erforderlich ist -- 15 Prozent des jährlichen Budgets des Vereins -- stellte ein erhebliches Hindernis dar. Während der Woche gab es Berichte, dass Banco Santander und BBVA beide abgelehnt hatten, die erforderliche Unterstützung bereitzustellen. Riquelme sicherte sich letztendlich Garantien von Scotiabank, über deren irische Tochtergesellschaft, und Andbank España, dem spanischen Arm der andorranischen Privatbank, die seit 1990 in Spanien tätig ist. Beide sind im Register der Bank von Spanien aufgeführt, was die Statuten des Vereins verlangen, anstatt speziell eine spanische Bank zu fordern.
Der Wahlvorstand hat nun 24 Stunden Zeit, um die Kandidatur zu überprüfen und zu genehmigen oder abzulehnen. Wenn sie akzeptiert wird, muss der Wahltag innerhalb von 15 Tagen festgelegt werden -- was die Frist um den 8. Juni herum festlegt -- wobei alle Vereinsmitglieder wahlberechtigt sind.
Pérez, 79, hat das Präsidium seit seiner Rückkehr in das Amt im Jahr 2009 inne und wurde 2013, 2017, 2021 und 2025 ohne Gegenkandidaten wiedergewählt. Die letzte umstrittene Wahl, im Jahr 2006, sah Ramón Calderón, der Pérez selbst besiegte.
Der sportliche Hintergrund ist düster. Madrid beendete die LaLiga auf dem zweiten Platz, 11 Punkte hinter dem Meister FC Barcelona, wurde im Viertelfinale der Champions League von Bayern München eliminiert und schied im Copa del Rey gegen den unterklassigen Albacete aus.
Ob dieser Kontext ausreicht, um das Gleichgewicht der Mitgliedschaft zu verschieben, bleibt abzuwarten.
