Laut dem Journalisten Mateo Moretto ist Mancini seit mehreren Wochen offen für eine Rückkehr. Fabrizio Romano berichtet, dass er nun nur noch auf das formelle grüne Licht des Verbands wartet, um eine zweite Amtszeit zu beginnen.
Der 61-Jährige bringt unbestreitbare Referenzen mit. Er führte Italien zum Titel der UEFA Euro 2020 -- eine der gefeiertsten Errungenschaften in der modernen Geschichte des Verbands -- bevor er 2023 den Job als Trainer der Nationalmannschaft von Saudi-Arabien annahm.
Diese Entscheidung erwies sich in Italien als äußerst unpopulär. Sie wurde als Priorisierung finanzieller Belohnungen über ein Projekt angesehen, das noch nicht abgeschlossen war, und hinterließ eine Bitterkeit, die nie ganz verschwunden ist. Mancinis anschließende Amtszeit bei Al-Sadd in Katar, wo er in dieser Saison den nationalen Titel gewann, trug wenig zur Rehabilitation der Erzählung bei.
Italiens Situation ist jetzt verzweifelt. Die Azzurri haben zum dritten Mal in Folge die Qualifikation für die FIFA-Weltmeisterschaft verpasst -- eine ohne Beispiel für eine Nation mit vier Weltmeistertiteln. Gennaro Gattuso hat als Cheftrainer das Amt verlassen und der Verband steht unter Druck, jemanden zu ernennen, der in der Lage ist, echte strukturelle Veränderungen herbeizuführen.
Antonio Conte, der gerade Napoli verlassen hat, bleibt im Rennen, aber Mancini wird derzeit als klarer Favorit angesehen. Nicolò Schira berichtet von einem Vertragsmodell bis 2030 zu 2 Millionen Euro pro Saison, was auf ein langfristiges Wiederaufbau-Mandat und nicht auf eine kurzfristige Lösung hinweist.
Die bevorstehende Aufgabe ist gewaltig. Die UEFA Euro 2028 ist das unmittelbare Ziel. Die Weltmeisterschaft 2030 ist der breitere Horizont.
Ob Mancini das italienische Publikum zurückgewinnen kann, ist eine ganz andere Frage.
