Sørloth, 30, hat direkt mit Juventus-Cheftrainer Luciano Spalletti gesprochen und seine Zustimmung zu dem Wechsel gegeben. Die persönliche Vereinbarung umfasst einen Vertrag bis 2029 mit einem Gehalt von rund 4 Millionen Euro pro Saison. Unklar bleibt die Differenz zwischen den Vereinen: Atletico Madrid schätzt Sørloth auf 35-40 Millionen Euro, während Juventus etwa 25 Millionen Euro plus Prämien angeboten hat.
Der neue Geschäftsführer Giovanni Carnevali, der Damien Comolli zu Beginn des Sommers ersetzt hat, hat die Verhandlungen übernommen. Einige Kontakte zwischen den beiden Vereinen verlangsamten sich nach diesem Übergang, obwohl die Gespräche fortgesetzt werden.
Atlético ist offen für einen Verkauf, insbesondere wenn ein paralleler Deal mit Nico González -- der letzte Saison auf Leihbasis im Metropolitano verbrachte -- strukturiert werden kann. Der permanente Verkauf von González an Atlético würde den finanziellen Druck verringern und den Weg für Sørloths Abgang ebnen. Der Norweger hat einen Vertrag im Metropolitano bis 2028.
Sollte der Sørloth-Deal ins Stocken geraten, hat Juventus einen Plan B. Randal Kolo Muani von Paris Saint-Germain verbrachte die zweite Hälfte der letzten Saison auf Leihbasis in Turin und hat den Wunsch, zurückzukehren, beibehalten. PSG ist offen für einen dauerhaften Verkauf für rund 30 Millionen Euro. Die Struktur, die Juventus bevorzugen würde -- ein bezahltes Darlehen mit einer Kaufverpflichtung in Raten -- stellte im letzten Sommer ein Hindernis dar, obwohl die Beziehungen zwischen den Vereinen diesmal als entspannter beschrieben werden.
Napoli verfolgt ebenfalls Sørloth, was die Dringlichkeit von Juventus' Position erhöht. Romelu Lukaku und Lorenzo Lucca werden erwartet, dass sie die Partenopei in diesem Sommer verlassen, und Sørloth passt zum physischen Profil eines Ersatzes für den Angriff, den Massimiliano Allegri nach seiner Ernennung -- die in den kommenden Tagen bestätigt werden soll -- übernehmen wird.
Für Juventus ist der Bedarf real. Der Vertrag von Dušan Vlahović ist abgelaufen und der Klub hat in der letzten Saison die Champions-League-Teilnahme verpasst, nachdem er den sechsten Platz belegt hat. Die Besetzung der Stürmerposition vor der Vorbereitung hat Priorität.
