Charles hat kein Geheimnis daraus gemacht, was ihn antreibt: ein Versuch in der Premier League, das Niveau, das er knapp verpasst hat, als die Play-off-Kampagne von Southampton im Mai endete.
Diese Ambition hat Fulham nun bereit gemacht, dafür zu zahlen. Nachdem sie bereits das Real Madrid-Duo Gonzalo Garcia und Cesar Palacios für insgesamt 46 Millionen Pfund verpflichtet haben, identifizierte Alvaro Arbeloa den nordirischen Nationalspieler als die Mittelfeldverstärkung, die er noch wollte, und Fulham hat mit einem verbesserten Angebot von 25 Millionen Pfund plus Zusatzleistungen nachgelegt, nachdem Southampton ihr erstes Angebot abgelehnt hatte.
Der geforderte Preis von Southampton in Höhe von 30 Millionen Pfund hat sich als schwierigere Hürde für andere Interessenten erwiesen. Leeds United hat wochenlang versucht, einen Deal über die Bühne zu bringen, bevor sie die Gespräche letzten Monat abgebrochen haben, da sie die als unangemessen erachtete Summe nicht aufbringen konnten.
Fulham scheint eher bereit zu sein, diesen Preis zu zahlen, wobei Charles' Bereitschaft, für den Wechsel zu kämpfen, ihnen zusätzlichen Spielraum in den Verhandlungen gibt. Der 22-Jährige, ein ehemaliges Produkt der Manchester City-Akademie, der im Mittelfeld oder als Außenverteidiger agieren kann, erzielte das entscheidende Tor im FA-Cup-Sieg von Southampton gegen Arsenal in der letzten Saison und steuerte sechs Tore und zwei Vorlagen in 38 Championship-Einsätzen bei - eine Form, die seinen Marktwert hoch gehalten hat, auch als die Aufstiegshoffnungen seines Vereins zusammenbrachen.
Manchester City hält einen Verkaufsanteil aus seinem Abgang im Jahr 2023, was bedeutet, dass jede vereinbarte Gebühr weiter aufgeteilt wird. Das Geschäft von Fulham mit Charles ist nicht ihr einziges herausragendes Projekt: Sie befinden sich parallel in Gesprächen über einen Deal für den Real Madrid-Jugendspieler Thiago Pitarch.
Für Southampton hat es jetzt seine eigene Logik, Charles gehen zu lassen. Er hat nur noch ein Jahr auf seinem Vertrag, und da der Verein bereits mit einer schwierigen Rückkehr ins Championship-Leben in dieser Saison konfrontiert ist, erscheint es als der sinnvollere Weg, eine beträchtliche Gebühr zu sichern, anstatt das Risiko einzugehen, ihn nächsten Sommer für einen geringeren Betrag zu verlieren.
Arbeloa hingegen baut einen Fulham-Kader um jüngere, hungrigere Profile auf, die sich schnell an seine Methoden anpassen können, und Charles' Kombination aus Premier-League-Pedigree auf Akademieebene und echter Erstligahärtung in der Championship passt genau in dieses Konzept.
Ob Southampton's Entschlossenheit bei 30 Millionen Pfund bleibt oder ob Fulham's 25 Millionen Pfund ausreichen, um einen Deal abzuschließen, wird wahrscheinlich innerhalb von Tagen und nicht Wochen klar werden.
