Der rumänische Cheftrainer sprach mit Inter TV nach dem 2:0-Sieg über Parma im San Siro -- ein Ergebnis, das den Scudetto mit drei verbleibenden Spielen sicherte und Feuerwerk, Feiern und Tränen in ein Stadion brachte, das seit 1989 keinen Heimtitel mehr erlebt hatte.
Für Chivu hatte der Anlass ein ganz besonderes emotionales Gewicht. Er rettete Parma in seiner einzigen vorherigen leitenden Managementrolle vor dem Abstieg und verbrachte drei Monate im Verein zu Beginn des Jahres 2025, bevor Inter ihn im Sommer zurückholte, um den abgewanderten Simone Inzaghi zu ersetzen. Sein erster Scudetto als Trainer kam gegen den Verein, der ihm den Einstieg ermöglichte.
Er war sowohl maßvoll als auch großzügig, als er darüber nachdachte, was der Titel bedeutete.
"Das Lob gebührt dem Verein, den Spielern und den Fans. Ich habe nur versucht, mein Bestes mit dem Staff zu geben und den Spielern das zu bieten, was sie benötigten. Wir haben Arbeit, Empathie und Menschlichkeit zusammengebracht -- grundlegende Elemente für den Aufbau einer siegreichen Gruppe."
Ob seine Ankunft dem Kader, der immer noch das Gewicht der Niederlage im Champions-League-Finale der letzten Saison gegen Paris Saint-Germain trug, neuen Schwung gegeben hatte, war Chivu charakteristisch bescheiden.
"Ich weiß nicht, ob es ein frischer Wind war. Ich weiß nur, dass ich als Trainer versuche, die Fehler, die ich in der Vergangenheit als Spieler gemacht habe, nicht zu wiederholen."
Er war sich klar darüber, wo er den echten Verdienst sah.
"Ich wurde von einem außergewöhnlichen Staff, vom Verein und vor allem von Spielern unterstützt, die immer ihr Gesicht gezeigt haben -- mit Stolz und Würde."
Im Gespräch mit DAZN auf dem Platz nach dem Schlusspfiff erkannte Chivu die Schwierigkeit dessen an, was von der Gruppe verlangt worden war, und die Widerstandsfähigkeit, die sie gezeigt hatten.
"Ich bin glücklich für diese Spieler und für diese wunderbaren Fans. Es gab Leute, die versucht haben, dieses Team und diesen Verein zu denunzieren. Diese Spieler haben die Ärmel hochgekrempelt und eine wichtige Saison hingelegt -- das ist ein wichtiger Abschnitt in der Geschichte des Vereins."
Er reflektierte auch über die neunstündige Reise, die den Titel brachte.
"Wir hatten die Verpflichtung, zu versuchen, wettbewerbsfähig zu sein. Eine Saison ist ein Marathon. Man muss Kontinuität haben. Wir haben einige Spiele verloren und schwierige Momente überwunden, wie den gegen Bodø/Glimt, aber wir waren immer da."
Inter Mailand trifft im Finale der Coppa Italia am 14. Mai auf Lazio, wobei ein nationales Double nun in Reichweite ist.
