Sowohl Eberl als auch Dreesen haben ihre eigenen Verträge bis 2029 in diesem Monat verlängert, und der Verein hatte von Anfang an öffentlich gesagt, dass Freunds Turn kommen würde, sobald diese beiden Verträge abgeschlossen sind.
Nach dem 5:0-Sieg von Bayern München in der Champions League gegen Bodo/Glimt am Donnerstag bestätigte Geschäftsführer Dreesen, dass der Prozess nun voranschreitet.
"Wir, oder besser gesagt der Aufsichtsrat, haben immer gesagt, dass wir zuerst die Verträge der beiden Vorstandsmitglieder verlängern wollten. Und dass wir dann natürlich mit Christoph sprechen würden, und das tun wir. Deshalb bin ich sehr zuversichtlich, dass wir diese offene Angelegenheit kurzfristig klären werden," sagte Dreesen.
Sportdirektor Eberl, dessen eigener Vertrag zu denselben Bedingungen wie der von Dreesen verlängert wurde, sprach nach dem Kantersieg ähnliche Worte.
"Ich weiß, was passieren wird. Niemand muss sich Sorgen machen," sagte Eberl.
Freunds aktueller Vertrag läuft bis 2027, obwohl seine Verlängerung im Gegensatz zu Eberl und Dreesen in den Zuständigkeitsbereich des Vorstandes und nicht des Aufsichtsrates fällt. Er kam 2023 von Red Bull Salzburg zu Bayern und hat eine Überarbeitung der Akademie und des Scouting-Netzwerks des Vereins geleitet, wobei er eng mit Cheftrainer Vincent Kompany zusammenarbeitet, mit dem er angeblich ein ausgezeichnetes Verhältnis hat.
Eberl nutzte auch die Pressekonferenz nach dem Spiel, um kürzlich aufgetauchte Berichte über Spannungen zwischen ihm und Freund entschieden zu bestreiten.
"Das ist Quatsch. Das ist eine Geschichte, die aus der Luft gegriffen ist und die ich nicht verstehen kann. Ich weiß nicht, woher sie kommt. Christoph und ich arbeiten seit zweieinhalb Jahren bei Bayern zusammen, und soweit ich das beurteilen kann, arbeiten wir sehr gut zusammen. Jeder hat klare Verantwortlichkeiten, und es macht Spaß und Freude," sagte Eberl.
Berichte aus dem Sommer hatten angedeutet, dass eine angeblich angespannte Beziehung zwischen dem Paar die Führung von Bayern in rivalisierende Lager spalten könnte, was Freund selbst bereits öffentlich zurückgewiesen hatte. Sowohl Eberl als auch Dreesen haben eine Phase relativer Stabilität in der Allianz Arena überwacht, nach den aufeinanderfolgenden Bundesliga-Titeln des Vereins und dem Triumph im DFB-Pokal der letzten Saison.
