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Barcelona nimmt Kontakt zu Porto wegen Kiwior auf, während das Interesse an Bastoni nachlässt

·Von Paul Lindisfarne
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Barcelona nimmt Kontakt zu Porto wegen Kiwior auf, während das Interesse an Bastoni nachlässt

Barcelona/X.com

Mit der Aufgabe der Verfolgung von Alessandro Bastoni von Inter Mailand aufgrund des Preises hat Sportdirektor Deco Kontakt mit dem Präsidenten von Porto, André Villas-Boas, über einen möglichen Transfer des polnischen Nationalspielers Jakub Kiwior aufgenommen.

Der polnische Journalist Tomasz Włodarczyk berichtete zuerst über den Kontakt, wobei mehrere Quellen in Portugal und Spanien Barcelonas konkretes Interesse an dem 26-jährigen Innenverteidiger bestätigten, der eine zentrale Rolle beim Gewinn des portugiesischen Titels durch Porto in dieser Saison spielte.

Kiwior wechselte letzten Sommer leihweise von Arsenal zu Porto -- zunächst mit einer Leihgebühr von 2 Millionen Euro bewertet -- bevor die Meister der Primeira Liga ihre Kaufoption in Höhe von 17 Millionen Euro aktivierten und den Deal dauerhaft machten. Da Porto den Spieler gerade erst gekauft hat, ist ihre Verhandlungsposition stark. Man versteht, dass sie einen Preis von etwa 40 Millionen Euro festgelegt haben, was deutlich über der Gebühr liegt, die sie gezahlt haben, um den Transfer dauerhaft zu machen.

Barcelonas eigene Bewertung von Kiwior liegt näher bei 30 Millionen Euro -- eine Zahl, die sowohl das Profil des Spielers als auch die eingeschränkte finanzielle Lage des Vereins widerspiegelt.

Das Interesse hat sich über das Scouting hinaus bewegt. Vertreter von Barcelona besuchten während der Saison mehrfach Porto-Spiele, und der Kontakt zwischen Deco und Villas-Boas markiert einen Schritt in Richtung formeller Verhandlungen. Quellen innerhalb des katalanischen Vereins sind jedoch vorsichtig, die Gespräche als erkundend zu beschreiben. Die Priorität für Hansi Flicks defensive Rekrutierung bleibt ein linksseitiger Innenverteidiger, der aggressiv in einer hohen Abwehrreihe spielen kann. Kiwior passt in dieses Profil -- er kann auch als Linksverteidiger und im Mittelfeld spielen, wo Thiago Motta ihn bei Spezia umfangreich einsetzte -- aber er ist noch kein primäres Ziel.

Die Situation um Bastoni hat in den letzten Tagen einen definitiven Abschluss gefunden. Inter Mailands geforderter Preis von 70 Millionen bis 75 Millionen Euro war mehr, als Barcelona bereit war zu zahlen, insbesondere da der Verein weiterhin einen Stürmer sucht, um Robert Lewandowski zu ersetzen. Technische Bedenken von Hansi Flick, ob Bastonis Profil seinen spezifischen defensiven Anforderungen entsprach, trugen ebenfalls zum Rückzug bei.

Kiwior bestritt in dieser Saison 39 Pflichtspiele für Porto und steuerte zwei Vorlagen zu einer Kampagne bei, die mit einem Ligatitel endete.

Ob Barcelonas Interesse in ein formelles Angebot umgesetzt wird, hängt davon ab, wie sich ihre umfassendere Sommerplanung entwickelt. Die defensive Position ist real, aber nicht die Priorität.