Fabrizio Romano und AS berichteten, dass Atletico Gomes' Umfeld kontaktiert hat, nur um vorerst eine klare Ablehnung von Porto zu erhalten. Der Klub verpflichtete den 20-Jährigen im Januar 2025 für 10 Millionen Euro von São Paulo und hat nicht die Absicht, ihn günstig abzugeben. Seine Ausstiegsklausel liegt bei 80 Millionen Euro.
Portos Kalkulation ist einfach: Sie wollen die Ablösesumme maximieren, indem sie ihn eine weitere volle Saison spielen lassen und sein Profil weiter steigern, genau wie sie es mit Luis Díaz gemacht haben -- ein Vergleich, der Gomes seit seiner Ankunft in Portugal verfolgt. Wie Díaz spielt er am besten von der rechten Flanke mit dem linken Fuß, kombiniert Tempo mit Technik und ist eine ständige Bedrohung in Eins-gegen-eins-Situationen.
Seine Bilanz von 13 Toren und zwei Vorlagen in 46 Einsätzen in dieser Saison -- einschließlich des Titels in der Primeira Liga unter Cheftrainer Francesco Farioli -- hat ihn fest auf die europäischen Radarschirme gesetzt.
Atletico ist nicht allein. Manchester United, Newcastle United, Arsenal und AS Roma haben in dieser Saison alle Vertreter nach Porto geschickt, um ihn zu beobachten, obwohl keiner ein formelles Angebot unterbreitet hat. Atletico ist der einzige Klub, der direkten Kontakt aufgenommen hat.
Gomes wurde nicht in Carlo Ancelottis endgültigen Kader für die Weltmeisterschaft in diesem Sommer berufen, obwohl eine Delegation des CBF -- der brasilianischen Fußballkonföderation -- in den ersten Monaten des Jahres 2026 nach Porto reiste, um ihn in Aktion zu sehen. Ancelotti hat ihn auf seinem langfristigen Radar, wobei die Copa América 2028 oder die Weltmeisterschaft 2030 als realistische Zeitrahmen für ein Debüt in der A-Nationalmannschaft angesehen werden.
Ob Atletico Madrid mit einem Angebot zurückkehrt, das die Ausstiegsklausel auslösen kann, oder ob Porto es schafft, bis 2027 festzuhalten, wird eine der entscheidenden Fragen eines Sommers sein, in dem die größten Klubs Europas um einen Spieler kreisen, der nur einen Bruchteil dessen gekostet hat, was einer von ihnen zahlen muss.
