Der Wechsel sollte mittlerweile abgeschlossen sein, da Leipzig und Hoffenheim eine Einigung über den Transfer des Mittelstürmers erzielt haben, der Berichten zufolge auf Asllanis etwa 25 Millionen Euro Ablösesumme und einem Vertrag bis 2031 basierte.
Asllani reiste nach Salzburg, um seine medizinischen Untersuchungen durchzuführen, nur um festzustellen, dass die Ärzte von RB Leipzig Bedenken äußerten und den Deal effektiv vetoisierten, was den Verein dazu veranlasste, sich zurückzuziehen.
Laut Bild hegte das medizinische Personal langfristige Bedenken hinsichtlich des Stürmers, die durch eine kurze Rehabilitationszeit nicht behoben werden konnten, und auf dieser Grundlage entschieden die Verantwortlichen, den Transfer des kosovarischen Nationalspielers abzubrechen.
Auch die eigene Erklärung von Hoffenheim verwies auf "medizinische Bedenken", obwohl die medizinische Abteilung des Vereins die Einschätzung von Leipzig nicht teilt.
Innerhalb von Hoffenheim beschreiben von Bild zitierte Quellen die Bedenken der Leipziger Ärzte als "massiv übertrieben." Asllani wird nun wieder ins Training beim Verein integriert, und rein sportlich betrachtet stellt seine fortdauernde Präsenz einen Gewinn für Hoffenheim dar, da er in der letzten Saison 11 Tore und 10 Vorlagen beigesteuert hat, was eine entscheidende Rolle bei der Qualifikation des Vereins für die Europa League spielte, nachdem er erst vor einem Jahr einen Vertrag bis 2029 unterschrieben hatte.
Aufgrund einer Ausstiegsklausel in seinem Vertrag waren Hoffenheims Hände gebunden, ihn gehen zu lassen.
"Die Tatsache, dass dieser Transfer jetzt nicht zustande kommt, ist aus sportlicher Sicht alles andere als eine schlechte Nachricht für uns," sagte Sportdirektor Andreas Schicker.
Für den Moment kann Hoffenheim auf ihren Stürmer zählen, obwohl der Verein angedeutet hat, dass er ihm nicht im Weg stehen würde, sollte ein anderer interessierter Verein auftauchen und eine eigene dritte medizinische Meinung einholen wollen.
Sowohl Borussia Dortmund als auch Bayern München wurden in diesem Sommer bereits mit Interesse an Asllani in Verbindung gebracht, und der Zusammenbruch des Leipzig-Deals könnte diesen Wettbewerb erneut eröffnen.
Leipzig hingegen erkundet Alternativen auf dem Transfermarkt, nachdem sie in diesem Sommer auch Yan Diomandé an Real Madrid verloren haben, was den Verein erneut in der Offensive ohne Optionen lässt.
